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Glossar der IT-Sicherheit

Kerberoasting, TLPT, Prompt Injection oder NIS2 – in der IT-Sicherheit wimmelt es von Fachbegriffen und Abkürzungen. Unser Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe aus Penetration Testing, Angriffstechniken, Abwehr und Regulierung kurz, verständlich und fachlich korrekt. Jeder Eintrag verlinkt zudem auf die zugehörige Seite von Rootsektor.

Über dieses Glossar

Glossar zur IT-Sicherheit: Fachbegriffe verständlich erklärt

Wer sich mit Penetrationstests, Angriffserkennung oder neuen gesetzlichen Pflichten beschäftigt, stößt schnell auf englische Fachbegriffe, Abkürzungen und Gesetzesnamen. Dieses Glossar, Ihr kompaktes Cybersecurity-Lexikon, übersetzt sie in klare Sprache – von Pentest-Begriffen wie Scope und Retest bis zu Regelwerken wie NIS2 und DORA. Jeder Eintrag erklärt in wenigen Sätzen, was hinter einem Begriff steckt und warum er für die Sicherheit Ihres Unternehmens wichtig ist.

Die Einträge sind alphabetisch sortiert. Englische Originalbegriffe stehen in Klammern, damit Sie sie auch in englischsprachigen Berichten, Standards und Herstellerdokumentationen wiedererkennen. Der Pfeil am Ende eines Eintrags führt zur passenden Seite von Rootsektor – meist zu der Leistung, die das Thema in der Praxis aufgreift.

Begriffe von A bis Z

A

  • Active Directory (AD)

    Der Verzeichnisdienst von Microsoft verwaltet in Windows-Netzwerken Benutzerkonten, Gruppen, Computer und Berechtigungen zentral und regelt die Anmeldung, meist über Kerberos. Weil das AD die Schlüssel zum gesamten Netzwerk verwaltet, ist es eines der wichtigsten Ziele von Angreifern: Wer Domänen-Administratorrechte erlangt, kontrolliert praktisch die gesamte Umgebung. Über Jahre gewachsene Berechtigungen, veraltete Protokolle und schwache Passwörter von Dienstkonten öffnen dabei häufig unbemerkte Angriffspfade.

  • Angriffsfläche (Attack Surface)

    Die Angriffsfläche umfasst alle Punkte, an denen ein Angreifer ansetzen kann – von öffentlich erreichbaren Servern, Webanwendungen und Schnittstellen über Cloud-Dienste und VPN-Zugänge bis zu Beschäftigten, die per E-Mail oder Telefon erreichbar sind. Jeder neue Dienst, jede vergessene Testumgebung und jedes zusätzliche Benutzerkonto vergrößert sie. Ziel ist es, die eigene Angriffsfläche vollständig zu kennen, Überflüssiges abzuschalten und den Rest gezielt abzusichern.

  • Angriffspfad (Attack Path)

    Ein Angriffspfad ist die Kette einzelner Schritte, über die ein Angreifer von einem ersten Zugangspunkt bis zu einem lohnenden Ziel gelangt – etwa vom kompromittierten Arbeitsplatzrechner über ein falsch berechtigtes Dienstkonto bis zum Domänen-Administrator. Oft ist jede einzelne Schwachstelle für sich unauffällig; erst die Kombination macht sie gefährlich. Penetrationstests und Active-Directory-Analysen machen solche Pfade sichtbar, damit Sie sie an der wirksamsten Stelle unterbrechen können.

  • AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag)

    Ein AVV regelt nach Art. 28 DSGVO, wie ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag und nach Weisung eines Verantwortlichen verarbeitet – mit Angaben zu Gegenstand, Dauer, Art der Daten, technischen und organisatorischen Maßnahmen sowie Kontrollrechten. Auch bei Sicherheitsleistungen kann ein AVV erforderlich sein, etwa wenn das Prüfteam im Rahmen des Auftrags Zugriff auf personenbezogene Daten erhält. Eine Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) ersetzt den AVV nicht, sondern ergänzt ihn. Ob bei einem Sicherheitstest personenbezogene Daten berührt werden, klären wir mit Ihnen bereits im Scoping.

B

C

D

  • Darknet

    Als Darknet bezeichnet man Bereiche des Internets, die nur über spezielle Software wie den Tor-Browser erreichbar sind und die Identität der Nutzenden verschleiern. Neben legitimen Zwecken – etwa dem Schutz von Medienschaffenden in autoritären Staaten – dienen sie als Marktplatz für gestohlene Zugangsdaten, Kundendaten, Schadsoftware und Zugänge zu kompromittierten Unternehmensnetzen. Wer frühzeitig erfährt, dass eigene Daten dort gehandelt werden, kann Passwörter ändern und Angriffe verhindern, bevor sie stattfinden.

  • DAST (Dynamic Application Security Testing)

    DAST prüft eine laufende Anwendung von außen, indem es gezielt manipulierte Anfragen sendet und die Reaktionen auswertet – ohne Einblick in den Quellcode. So lassen sich Schwachstellen wie Injection-Lücken, fehlerhafte Konfigurationen oder fehlende Sicherheits-Header im tatsächlichen Betrieb aufdecken. Automatisierte DAST-Werkzeuge finden typische Fehlerklassen effizient; Logikfehler und komplexe Berechtigungsprobleme erkennt dagegen erst ein manueller Penetrationstest.

  • DMZ (Demilitarisierte Zone)

    Die DMZ ist ein abgeschottetes Netzsegment zwischen Internet und internem Netz, in dem Systeme stehen, die von außen erreichbar sein müssen – etwa Webserver, Mail-Gateways oder Reverse Proxys. Firewalls regeln streng, welche Verbindungen aus dem Internet in die DMZ und von dort ins interne Netz erlaubt sind. Wird ein System in der DMZ kompromittiert, soll die Trennung verhindern, dass der Angreifer direkt ins Unternehmensnetz gelangt; ob sie das tatsächlich leistet, zeigt ein Infrastruktur-Pentest.

  • DORA (Digital Operational Resilience Act)

    DORA (Verordnung (EU) 2022/2554) gilt seit dem 17. Januar 2025 und vereinheitlicht die Anforderungen an die digitale operationale Resilienz von Banken, Versicherern, Zahlungsdienstleistern und weiteren Finanzunternehmen in der EU. Die Verordnung regelt das IKT-Risikomanagement, die Meldung schwerwiegender IKT-Vorfälle, die Steuerung von IKT-Drittdienstleistern und ein Programm zum Testen der digitalen operationalen Resilienz. Ausgewählte Finanzunternehmen müssen zusätzlich regelmäßig bedrohungsorientierte Penetrationstests (TLPT) durchführen.

  • DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)

    Die DSGVO (Verordnung (EU) 2016/679) regelt seit Mai 2018 EU-weit den Umgang mit personenbezogenen Daten. Art. 32 verpflichtet Verantwortliche und Auftragsverarbeiter zu geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen und nennt dabei ausdrücklich ein Verfahren, mit dem deren Wirksamkeit regelmäßig überprüft, bewertet und evaluiert wird. Penetrationstests sind ein anerkanntes Mittel, um diese Wirksamkeit nachvollziehbar zu belegen.

E

  • EDR / XDR (Endpoint bzw. Extended Detection and Response)

    EDR-Lösungen überwachen Endgeräte wie Laptops und Server kontinuierlich, erkennen verdächtiges Verhalten – etwa das Auslesen von Passwörtern aus dem Arbeitsspeicher – und können betroffene Systeme automatisch isolieren. XDR erweitert diesen Ansatz und korreliert zusätzlich Daten aus Netzwerk, E-Mail, Cloud und Identitätsdiensten. Ob die Erkennung im Ernstfall greift, lässt sich nur mit realistischen Angriffen prüfen, wie sie bei Red-Teaming-Übungen eingesetzt werden.

  • Entra ID (ehemals Azure Active Directory)

    Microsoft Entra ID ist der cloudbasierte Identitäts- und Zugriffsdienst von Microsoft und steuert die Anmeldung an Microsoft 365, Azure und vielen weiteren Anwendungen. Bis 2023 hieß der Dienst Azure Active Directory, funktioniert aber grundlegend anders als das klassische, lokale Active Directory. Typische Risiken sind fehlende oder nicht durchgängig erzwungene MFA, Lücken in den Richtlinien für den bedingten Zugriff (Conditional Access), zu viele globale Administratoren und App-Registrierungen mit übermäßigen Berechtigungen.

  • EU AI Act (KI-Verordnung)

    Die KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689) gilt als erstes umfassendes Gesetz zur Regulierung künstlicher Intelligenz und folgt einem risikobasierten Ansatz: Bestimmte Praktiken sind verboten, Hochrisiko-KI-Systeme unterliegen strengen Auflagen. Für Hochrisiko-Systeme verlangt sie unter anderem ein angemessenes Maß an Genauigkeit, Robustheit und Cybersicherheit – einschließlich des Schutzes vor Angriffen wie Datenvergiftung oder manipulierten Eingaben. Die Pflichten gelten schrittweise; Sicherheitstests von KI-Anwendungen helfen, die Anforderungen nachweisbar zu erfüllen.

  • Evil Twin

    Ein Evil Twin ist ein gefälschter WLAN-Zugangspunkt, der den Netzwerknamen (SSID) eines legitimen Netzes nachahmt – etwa des Firmen- oder Gäste-WLANs. Verbinden sich Geräte mit dem Doppelgänger, kann der Angreifer Datenverkehr mitlesen, über gefälschte Anmeldeseiten Passwörter abgreifen oder bei unsicher konfigurierten Unternehmens-WLANs Zugangsdaten für das echte Netz erbeuten. Schutz bieten eine konsequente Zertifikatsprüfung bei WPA2- und WPA3-Enterprise sowie sensibilisierte Mitarbeitende.

  • Exploit

    Ein Exploit ist Code – etwa ein Programm, ein Skript oder eine Befehlsfolge –, der eine konkrete Schwachstelle ausnutzt, um zum Beispiel eigene Befehle auszuführen, Rechte auszuweiten oder Schutzmechanismen zu umgehen. Für viele bekannte Schwachstellen sind Exploits öffentlich verfügbar, was die Hürde für Angreifer deutlich senkt. Im Penetrationstest weisen wir mit kontrollierten Exploits nach, dass eine Schwachstelle tatsächlich ausnutzbar ist – stets im vereinbarten Rahmen und mit Rücksicht auf den laufenden Betrieb.

F

  • Firmware

    Firmware ist die fest in ein Gerät eingebettete Software, die dessen Grundfunktionen steuert – vom Router über die Industriesteuerung bis zur Überwachungskamera. Sie enthält häufig sicherheitskritische Schwächen wie fest einprogrammierte Passwörter, private Schlüssel, veraltete Open-Source-Bibliotheken oder ungeschützte Update-Mechanismen. Bei einer Firmware-Analyse wird das Abbild extrahiert, entpackt und per Reverse Engineering untersucht, um solche Schwachstellen zu finden.

G

  • GeschGehG (Geschäftsgeheimnisgesetz)

    Das Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen setzt seit 2019 die EU-Richtlinie (EU) 2016/943 in deutsches Recht um. Als Geschäftsgeheimnis geschützt ist eine Information nur, wenn sie nicht allgemein bekannt und deshalb von wirtschaftlichem Wert ist, ein berechtigtes Interesse an ihrer Geheimhaltung besteht und der Inhaber angemessene Geheimhaltungsmaßnahmen getroffen hat. Zu diesen Maßnahmen zählen neben technischen Zugriffsbeschränkungen auch vertragliche Regelungen wie Vertraulichkeitsvereinbarungen. Tauchen vertrauliche Firmendaten dennoch im Darknet auf, meldet ein automatisiertes Darknet Monitoring den Fund.

  • Grey-Box-Test

    Ein Grey-Box-Test kombiniert die Außensicht des Angreifers mit gezielt bereitgestelltem Wissen – etwa Testkonten mit unterschiedlichen Rollen, Netzplänen oder einer Schnittstellendokumentation. So lassen sich realistische Szenarien simulieren, etwa ein Angreifer mit erbeuteten Zugangsdaten oder ein böswilliger Innentäter. Weil weniger Zeit in die reine Informationsbeschaffung fließt, bietet der Grey-Box-Ansatz meist das beste Verhältnis von Testtiefe und Aufwand.

H

  • Härtung (Hardening)

    Härtung bezeichnet alle Maßnahmen, die die Angriffsfläche eines Systems verkleinern: nicht benötigte Dienste und Funktionen abschalten, Standardpasswörter ändern, sichere Protokolle erzwingen, Rechte auf das Nötigste beschränken und sicherheitsrelevante Einstellungen konsequent setzen. Orientierung bieten etwa die CIS Benchmarks, Empfehlungen der Hersteller oder die Bausteine des IT-Grundschutzes. Ein Penetrationstest zeigt, wo die Härtung in der Praxis Lücken aufweist.

I

  • ICS (Industrial Control Systems)

    Industrielle Steuerungssysteme überwachen und steuern physische Prozesse in Fertigung, Energieversorgung, Wasserwirtschaft oder Gebäudetechnik. Zu ihnen gehören speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS), Prozessleitsysteme (DCS), SCADA-Systeme sowie Bedien- und Beobachtungsstationen (HMI). Viele dieser Komponenten wurden für abgeschottete Netze entwickelt und nutzen Protokolle ohne Authentifizierung – mit zunehmender Vernetzung werden sie zum lohnenden Ziel.

  • IDOR / BOLA (Insecure Direct Object Reference / Broken Object Level Authorization)

    Bei IDOR – in der API-Welt BOLA genannt – prüft eine Anwendung nicht, ob die angemeldete Person auf ein angefordertes Objekt überhaupt zugreifen darf. Ändert ein Angreifer etwa die Kundennummer in einer Anfrage von 1001 auf 1002, sieht er plötzlich fremde Rechnungen oder Profildaten. In der OWASP API Security Top 10 steht BOLA auf Platz 1, denn die Lücke ist weit verbreitet und leicht auszunutzen. Automatisierte Scanner übersehen sie dagegen häufig, weil ihnen das Wissen fehlt, welche Daten zu welchem Konto gehören.

  • IDS / IPS (Intrusion Detection / Intrusion Prevention System)

    Ein IDS überwacht Netzwerkverkehr oder Systemaktivitäten auf Anzeichen von Angriffen und schlägt Alarm; ein IPS greift zusätzlich aktiv ein und blockiert verdächtige Verbindungen. Klassische Systeme erkennen Angriffe anhand bekannter Signaturen, moderne Lösungen ergänzen dies um Verhaltens- und Anomalieerkennung, um auch neue Angriffsmuster aufzuspüren. Entscheidend ist, dass Alarme ausgewertet werden und in festgelegte Reaktionsprozesse münden. Ob die Erkennung einen realistischen Angriff tatsächlich bemerkt, zeigt eine Red-Teaming-Übung.

  • IEC 62443

    Die internationale Normenreihe IEC 62443 beschreibt die Cybersicherheit industrieller Automatisierungs- und Steuerungssysteme und richtet sich an Betreiber, Integratoren und Komponentenhersteller. Zentrale Konzepte sind die Einteilung von Anlagen in Zonen und Kommunikationskanäle (Conduits) sowie Security Levels, die beschreiben, gegen welche Angreifer ein System geschützt sein muss. Für Hersteller definieren die Teile 4-1 und 4-2 Anforderungen an einen sicheren Entwicklungsprozess und an die Sicherheitsfunktionen einzelner Komponenten.

  • IoT (Internet of Things)

    Das Internet der Dinge umfasst vernetzte Geräte, die Daten erfassen, austauschen oder Aktionen auslösen – von Kameras und Zutrittssystemen über Sensoren und Gebäudetechnik bis zu vernetzten Maschinen. Viele IoT-Geräte werden mit Standardpasswörtern ausgeliefert, erhalten selten Updates und kommunizieren unzureichend geschützt mit Cloud-Diensten. Ein IoT-Pentest prüft deshalb nicht nur das Gerät selbst, sondern auch Firmware, Funk- und Netzwerkschnittstellen, Apps und die zugehörige Cloud-Anbindung.

  • ISMS (Informationssicherheits-Managementsystem)

    Ein ISMS ist ein systematischer Rahmen aus Richtlinien, Prozessen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen, mit dem eine Organisation Informationssicherheit plant, umsetzt, überwacht und kontinuierlich verbessert. Grundlage sind meist ISO/IEC 27001 oder der IT-Grundschutz des BSI. Ein ISMS lebt von belastbaren Informationen über den tatsächlichen Sicherheitszustand – Penetrationstests und Schwachstellenanalysen liefern sie.

  • ISO/IEC 27001

    ISO/IEC 27001 ist die international führende Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme; die aktuelle Fassung stammt aus dem Jahr 2022. Unternehmen können ihr ISMS von akkreditierten Stellen nach der Norm zertifizieren lassen und damit gegenüber Kunden und Geschäftspartnern ein geprüftes Sicherheitsmanagement belegen. Anhang A enthält unter anderem Maßnahmen zum Umgang mit technischen Schwachstellen und zu Sicherheitstests in Entwicklung und Abnahme – Penetrationstests liefern dafür belastbare Nachweise.

  • IT-Grundschutz

    Der IT-Grundschutz des BSI ist eine Methodik, mit der Organisationen ein angemessenes Sicherheitsniveau systematisch aufbauen und aufrechterhalten. Kernstücke sind die BSI-Standards 200-1 bis 200-4 und das IT-Grundschutz-Kompendium mit Bausteinen für typische Prozesse, Anwendungen und Systeme. Besonders Behörden und öffentliche Einrichtungen arbeiten damit; auch eine Zertifizierung nach ISO 27001 auf der Basis von IT-Grundschutz ist möglich. Derzeit überführt das BSI den IT-Grundschutz schrittweise in „Grundschutz++“; der bisherige IT-Grundschutz bleibt während einer mehrjährigen Übergangszeit nutzbar.

K

  • Kerberoasting

    Kerberoasting ist eine Angriffstechnik im Active Directory, bei der ein beliebiger Domänenbenutzer Kerberos-Diensttickets für Konten mit Service Principal Name (SPN) anfordert. Da diese Tickets mit einem aus dem Passwort des Dienstkontos abgeleiteten Schlüssel verschlüsselt sind, kann der Angreifer sie offline knacken – ohne dass fehlgeschlagene Anmeldeversuche auffallen. Lange, zufällige Passwörter oder gruppenverwaltete Dienstkonten (gMSA) sowie der Verzicht auf die veraltete RC4-Verschlüsselung entschärfen das Risiko.

  • KRITIS (Kritische Infrastrukturen)

    Als KRITIS gelten Organisationen und Einrichtungen, deren Ausfall zu erheblichen Versorgungsengpässen oder Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen würde – etwa in den Sektoren Energie, Wasser, Ernährung, Gesundheitswesen, Finanzwesen, Transport und Verkehr sowie Informationstechnik und Telekommunikation. Betreiber kritischer Anlagen müssen IT-Sicherheit nach dem Stand der Technik umsetzen, erhebliche Sicherheitsvorfälle melden und ihre Schutzmaßnahmen regelmäßig gegenüber dem BSI nachweisen. Mit der Umsetzung der NIS2-Richtlinie ist der Kreis der regulierten Unternehmen zudem deutlich gewachsen.

L

  • Lateral Movement

    Lateral Movement beschreibt die Seitwärtsbewegung eines Angreifers durch das Netzwerk, nachdem er einen ersten Rechner kompromittiert hat. Mit erbeuteten Zugangsdaten, Techniken wie Pass-the-Hash oder legitimen Verwaltungswerkzeugen springt er von System zu System, bis er wertvolle Daten oder administrative Rechte erreicht. Netzwerksegmentierung, getrennte Administratorkonten und eine gute Erkennung im Netzwerk erschweren diese Phase erheblich.

  • LLM (Large Language Model)

    Große Sprachmodelle sind KI-Modelle, die mit riesigen Textmengen trainiert wurden und natürliche Sprache verstehen und erzeugen – die Grundlage von Chatbots, Assistenten und KI-Agenten. In Unternehmensanwendungen sind LLMs oft mit internen Dokumenten, Datenbanken oder Werkzeugen verbunden, was neue Risiken mit sich bringt: Prompt Injection, das Abfließen vertraulicher Daten oder missbräuchlich ausgelöste Aktionen. Die OWASP Top 10 für LLM-Anwendungen fasst die wichtigsten dieser Risiken zusammen.

M

  • Malware (Schadsoftware)

    Malware ist der Oberbegriff für Software, die mit schädlicher Absicht entwickelt wurde – etwa Viren, Würmer, Trojaner, Spyware, Keylogger oder Ransomware. Sie gelangt häufig über E-Mail-Anhänge, manipulierte Downloads, ausgenutzte Schwachstellen oder infizierte Datenträger auf Systeme. Nach einem Befall klären Malware-Analyse und IT-Forensik, was die Schadsoftware kann, wie sie eingedrungen ist und welche Systeme betroffen sind.

  • Man-in-the-Middle-Angriff (MitM)

    Bei einem Man-in-the-Middle-Angriff schaltet sich ein Angreifer unbemerkt in die Kommunikation zwischen zwei Parteien, um Daten mitzulesen oder zu verändern. Im lokalen Netz gelingt das etwa durch ARP-Spoofing oder das Ausnutzen von Namensauflösungsprotokollen wie LLMNR und NBT-NS, im WLAN über gefälschte Zugangspunkte. Durchgängige Verschlüsselung mit korrekter Zertifikatsprüfung, SMB- und LDAP-Signierung sowie das Abschalten unsicherer Protokolle entziehen solchen Angriffen die Grundlage.

  • Management Summary

    Die Management Summary ist die Zusammenfassung eines Pentest-Berichts für Geschäftsführung und Entscheidungstragende. Sie beschreibt ohne Fachjargon, was geprüft wurde, wie es um die Sicherheit steht, welche Risiken für das Unternehmen bestehen und welche Maßnahmen Vorrang haben. So können Verantwortliche fundiert über Budget und Prioritäten entscheiden, während der technische Teil des Berichts dem Fachteam die Details für die Umsetzung liefert.

  • MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung)

    Bei der Multi-Faktor-Authentifizierung weisen Nutzende bei der Anmeldung mindestens zwei unabhängige Faktoren nach: etwas, das sie wissen (Passwort), besitzen (Smartphone, Hardware-Token) oder sind (Fingerabdruck). Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht mehr für den Zugang. Allerdings ist MFA nicht gleich MFA: Push-Bestätigungen lassen sich durch „MFA-Fatigue“ aushebeln und Einmalcodes über Phishing-Proxys abgreifen, während phishing-resistente Verfahren wie FIDO2 und Passkeys deutlich mehr Schutz bieten.

N

  • NDA (Non-Disclosure Agreement)

    Eine NDA – auf Deutsch Vertraulichkeits- oder Geheimhaltungsvereinbarung – verpflichtet eine oder beide Vertragsparteien, ausgetauschte vertrauliche Informationen geheim zu halten und nur für einen festgelegten Zweck zu nutzen. Vor einem Penetrationstest schützt sie sensible Angaben wie Netzpläne, Zugangsdaten und Testergebnisse. Zugleich kann eine NDA zu den angemessenen Geheimhaltungsmaßnahmen gehören, die das Geschäftsgeheimnisgesetz für den rechtlichen Schutz von Geschäftsgeheimnissen voraussetzt. Auf Wunsch unterzeichnen wir vor dem Scoping eine Vertraulichkeitsvereinbarung.

  • NIS2

    Die NIS2-Richtlinie (EU) 2022/2555 hebt das Cybersicherheitsniveau in der EU an und erfasst deutlich mehr Unternehmen als die bisherigen Regeln – unterteilt in wichtige und besonders wichtige Einrichtungen aus 18 Sektoren. Betroffene müssen Risikomanagementmaßnahmen umsetzen, erhebliche Sicherheitsvorfälle innerhalb fester Fristen melden und auch ihre Lieferkette absichern; die Geschäftsleitung trägt die Verantwortung für die Umsetzung. In Deutschland setzt das novellierte BSI-Gesetz (BSIG) die Richtlinie um.

O

  • OSINT (Open Source Intelligence)

    OSINT bezeichnet das Sammeln und Auswerten frei zugänglicher Informationen – aus Websites, sozialen Netzwerken, Stellenanzeigen, Handelsregistern, DNS-Einträgen, Zertifikatsverzeichnissen oder veröffentlichten Datenlecks. Angreifer nutzen OSINT, um Ziele auszukundschaften, Phishing-Mails glaubwürdig zu gestalten und vergessene Systeme zu finden. Eine OSINT-Analyse zeigt Ihnen, welches Bild sich ein Angreifer von Ihrem Unternehmen machen kann, bevor er aktiv wird.

  • OT (Operational Technology)

    Operational Technology umfasst Hard- und Software, die physische Prozesse und Anlagen direkt überwacht und steuert – im Gegensatz zur klassischen Büro-IT, die Daten verarbeitet. In der OT haben Verfügbarkeit und funktionale Sicherheit oberste Priorität; Systeme laufen oft jahrzehntelang und lassen sich nicht einfach patchen oder neu starten. Sicherheitstests in OT-Umgebungen erfordern deshalb besondere Vorsicht, abgestimmte Testfenster und häufig passive Methoden.

P

  • Pass-the-Hash

    Bei Pass-the-Hash nutzt ein Angreifer den erbeuteten NTLM-Hash eines Passworts direkt zur Anmeldung an anderen Systemen – das Klartextpasswort muss er dafür nicht kennen. Die Hashes gewinnt er typischerweise aus dem Arbeitsspeicher oder der lokalen Benutzerdatenbank eines kompromittierten Rechners. Besonders gefährlich ist die Technik, wenn auf vielen Rechnern dasselbe lokale Administratorpasswort gesetzt ist; Abhilfe schaffen unter anderem Windows LAPS, ein Stufenmodell für Administratorkonten und Credential Guard.

  • Passwort-Spraying (Password Spraying)

    Beim Passwort-Spraying probiert ein Angreifer wenige, häufig genutzte Passwörter – etwa „Sommer2026!“ – gegen sehr viele Benutzerkonten aus. Weil pro Konto nur wenige Versuche erfolgen, greifen klassische Kontosperren nicht, und der Angriff bleibt oft unbemerkt. Besonders häufig trifft es Cloud-Anmeldungen wie bei Microsoft 365; MFA, Passwortrichtlinien mit Sperrlisten und die Überwachung fehlgeschlagener Anmeldungen schützen wirksam.

  • Patch-Management

    Patch-Management ist der geregelte Prozess, Sicherheitsupdates für Betriebssysteme, Anwendungen, Firmware und Netzwerkgeräte zu erfassen, zu bewerten, zu testen und zeitnah einzuspielen. Viele erfolgreiche Angriffe nutzen Schwachstellen aus, für die längst ein Update verfügbar war. Ein funktionierendes Patch-Management braucht ein vollständiges Inventar, klare Zuständigkeiten, Fristen nach Kritikalität und regelmäßige Schwachstellenscans, die zeigen, wo Updates fehlen.

  • Penetrationstest (Pentest)

    Ein Penetrationstest ist ein autorisierter, simulierter Angriff auf IT-Systeme, Anwendungen oder Prozesse, bei dem Fachleute mit den Methoden echter Angreifer nach ausnutzbaren Schwachstellen suchen. Anders als ein automatisierter Scan prüft er manuell, ob sich Lücken tatsächlich ausnutzen und kombinieren lassen und welche Folgen das hätte. Das Ergebnis ist ein Bericht mit nachvollziehbar belegten Befunden, Risikobewertung und konkreten Maßnahmenempfehlungen.

  • Pentest-Bericht

    Der Pentest-Bericht dokumentiert Prüfumfang, Vorgehen und Ergebnisse eines Penetrationstests. Ein guter Bericht richtet sich an zwei Zielgruppen: Die Management Summary ordnet die Ergebnisse für die Geschäftsführung ein, der technische Teil beschreibt jede Schwachstelle nachvollziehbar mit Nachweisen, CVSS-Bewertung und konkreter Maßnahmenempfehlung. Ergänzend erhalten Sie bei Rootsektor eine Prüfbescheinigung, mit der Sie den Test gegenüber Kunden, Partnern, Versicherern und Auditoren belegen.

  • Phishing

    Phishing bezeichnet betrügerische Nachrichten, meist per E-Mail, mit denen Angreifer die Empfangenden dazu bringen wollen, Zugangsdaten preiszugeben, Schadsoftware zu öffnen oder Zahlungen auszulösen. Gezielte Varianten wie Spear-Phishing richten sich mit persönlich zugeschnittenen Inhalten an einzelne Personen, etwa in der Buchhaltung oder der Geschäftsführung. Technische Filter fangen viel ab, aber nicht alles – deshalb sind geschulte Mitarbeitende und realistische Phishing-Simulationen ein zentraler Baustein der Abwehr.

  • Privilege Escalation (Rechteausweitung)

    Bei einer Privilege Escalation verschafft sich ein Angreifer höhere Rechte, als ihm zustehen – etwa vom normalen Benutzerkonto zum lokalen Administrator oder vom Domänenbenutzer zum Domänen-Administrator. Ursachen sind ungepatchte Schwachstellen, falsch gesetzte Dateiberechtigungen, unsicher konfigurierte Dienste oder im Klartext abgelegte Passwörter. Man unterscheidet die vertikale Rechteausweitung, bei der ein gewöhnliches Konto etwa Administratorfunktionen erreicht, von der horizontalen, bei der ein Angreifer auf Daten anderer Konten derselben Stufe zugreift.

  • Prompt Injection

    Prompt Injection ist eine Angriffstechnik gegen Anwendungen mit großen Sprachmodellen: Präparierte Texte überlagern die Systemanweisungen der Anwendung, sodass das Modell Schutzregeln missachtet, interne Informationen verrät oder über angebundene Werkzeuge Aktionen anstößt, die niemand beabsichtigt hat. Bei der direkten Variante stehen die Anweisungen in der Benutzereingabe, bei der indirekten verstecken sie sich in Inhalten, die das Modell verarbeitet – etwa in Webseiten, E-Mails oder Dokumenten. Die OWASP Top 10 für LLM-Anwendungen führt Prompt Injection auf Platz 1.

  • Purple Teaming

    Beim Purple Teaming arbeiten Angreifer (Red Team) und Verteidiger (Blue Team) offen und eng zusammen, statt sich wie bei einer verdeckten Übung gegenüberzustehen. Das Red Team führt Angriffstechniken – häufig entlang von MITRE ATT&CK – Schritt für Schritt aus, während das Blue Team prüft, ob und wie seine Systeme sie erkennen. Lücken in Erkennung und Reaktion lassen sich so direkt schließen und erneut testen. Rootsektor bietet Purple Teaming als Variante bzw. Ergänzung des Red Teamings an.

R

  • Ransomware

    Ransomware ist Schadsoftware, die Daten und Systeme verschlüsselt, um anschließend Lösegeld für die Entschlüsselung zu erpressen. Heute stehlen die Täter vorher meist zusätzlich Daten und drohen mit deren Veröffentlichung (doppelte Erpressung). Gegen Ransomware helfen vor allem das konsequente Schließen von Einfallstoren wie ungepatchten VPN-Zugängen, eine segmentierte Infrastruktur, getrennte Administratorkonten und regelmäßig getestete, vom Netz getrennte Backups. Ist der Angriff bereits erfolgt, gilt: betroffene Systeme vom Netz trennen, aber nicht ausschalten, und sofort fachkundige Hilfe holen.

  • RCE (Remote Code Execution)

    Remote Code Execution bezeichnet Schwachstellen, über die ein Angreifer aus der Ferne eigenen Programmcode auf einem fremden System ausführen kann. Ursachen sind etwa unsichere Deserialisierung, Befehls- oder Template-Injection, ungeprüfte Datei-Uploads oder Speicherfehler. Weil RCE häufig die vollständige Übernahme eines Servers ermöglicht, gehören solche Lücken zu den kritischsten Befunden eines Penetrationstests.

  • Red Team

    Ein Red Team simuliert einen realen, zielgerichteten Angreifer und versucht über einen längeren Zeitraum, ein vorab definiertes Ziel zu erreichen – etwa den Zugriff auf Finanzdaten oder Produktionssysteme. Anders als beim klassischen Penetrationstest geht es nicht um möglichst viele Schwachstellen, sondern um eine realistische Angriffskette über technische, menschliche und physische Wege hinweg. Gleichzeitig zeigt die Übung, ob Ihr Unternehmen den Angriff erkennt und angemessen reagiert; bei einer APT-Simulation orientiert sich das Vorgehen an den Techniken professioneller Angreifergruppen.

  • Retest

    Beim Retest wird nach der Behebung erneut geprüft, ob die gemeldeten Schwachstellen wirksam geschlossen wurden. Erst der Retest bestätigt, dass die Maßnahmen tatsächlich greifen – oft eine Voraussetzung, um Auditoren oder Kunden einen bereinigten Stand nachzuweisen. Bei Penetrationstests und Sicherheitsanalysen von Rootsektor ist der Retest der behobenen Schwachstellen kostenlos.

  • Reverse Engineering

    Reverse Engineering ist die Analyse eines fertigen Produkts, um dessen Aufbau und Funktionsweise nachzuvollziehen – in der IT-Sicherheit meist von Software, Apps, Firmware oder Kommunikationsprotokollen ohne Zugriff auf den Quellcode. Dabei werden Programme disassembliert oder dekompiliert und ihr Verhalten zur Laufzeit beobachtet. So lassen sich versteckte Funktionen, fest eingebaute Zugangsdaten, schwache Kryptografie oder Schwachstellen in proprietären Protokollen aufdecken.

  • Rogue Access Point

    Ein Rogue Access Point ist ein nicht autorisierter WLAN-Zugangspunkt im Unternehmensnetz – etwa ein aus Bequemlichkeit angeschlossener Router oder ein von Angreifern versteckt platziertes Gerät. Weil er an der zentralen Sicherheitsarchitektur vorbei Zugang zum internen Netz schafft, umgeht er Firewalls und Zugangskontrollen. Wireless Intrusion Prevention Systems (WIPS), portbasierte Netzwerkzugangskontrolle nach IEEE 802.1X und regelmäßige Funkscans helfen, solche Geräte aufzuspüren.

  • Rules of Engagement (RoE)

    Die Rules of Engagement legen vor einem Penetrationstest oder Red Teaming verbindlich fest, wie getestet wird: Zielsysteme und Ausschlüsse, Testzeiträume, erlaubte und verbotene Techniken, Ansprechpersonen und Eskalationswege – etwa, wer bei kritischen Funden sofort informiert wird. Sie schützen beide Seiten und stellen sicher, dass der Test den laufenden Betrieb nicht unkontrolliert beeinträchtigt. Zusammen mit der schriftlichen Beauftragung bilden sie die Grundlage dafür, dass ein simulierter Angriff autorisiert und damit rechtlich zulässig ist.

S

T

V

  • Vishing

    Vishing – von Voice und Phishing – ist Phishing per Telefon: Angreifer geben sich als IT-Support, Bank, Behörde oder Vorgesetzte aus, um Zugangsdaten, MFA-Codes oder Zahlungen zu erschleichen. Mit gefälschten Rufnummern und zunehmend auch KI-generierten Stimmen wirken solche Anrufe täuschend echt. Klare Rückrufprozesse und regelmäßig sensibilisierte Mitarbeitende sind die wichtigste Verteidigung.

  • VPN (Virtual Private Network)

    Ein VPN baut einen verschlüsselten Tunnel über ein unsicheres Netz wie das Internet auf – etwa für mobiles Arbeiten oder zur Verbindung von Standorten. VPN-Gateways sind direkt aus dem Internet erreichbar und deshalb ein beliebtes Einfallstor: Schwachstellen in VPN-Appliances wurden in den letzten Jahren immer wieder massenhaft ausgenutzt. Zeitnahe Updates, MFA für alle Zugänge und eine Begrenzung dessen, was VPN-Nutzende im internen Netz erreichen, sind daher unverzichtbar.

W

  • WAF (Web Application Firewall)

    Eine Web Application Firewall filtert den HTTP-Verkehr zu Webanwendungen und blockiert typische Angriffsmuster wie SQL-Injection oder Cross-Site Scripting, bevor sie die Anwendung erreichen. Sie ist eine sinnvolle zusätzliche Schutzschicht, ersetzt aber keine sichere Programmierung: Geschickt verschleierte Angriffe und Logikfehler, etwa bei Berechtigungsprüfungen, erkennt eine WAF in der Regel nicht. Bei Penetrationstests stimmen wir mit Ihnen ab, ob mit aktiver WAF oder direkt gegen die Anwendung getestet wird.

  • White-Box-Test

    Beim White-Box-Test erhält das Prüfteam umfassenden Einblick: Architektur- und Konfigurationsunterlagen, Zugänge mit verschiedenen Rechten und auf Wunsch den Quellcode. Das ermöglicht die gründlichste Prüfung, weil auch Schwachstellen sichtbar werden, die von außen nur schwer oder gar nicht zu finden sind. Der Ansatz eignet sich besonders für kritische Anwendungen, vor dem Livegang und in Kombination mit einem Code Review.

  • WPA3

    WPA3 ist der aktuelle Sicherheitsstandard für WLANs und löst WPA2 schrittweise ab. Im Personal-Modus ersetzt das Verfahren SAE (Simultaneous Authentication of Equals) die bisherige Authentifizierung per Pre-Shared Key, sodass mitgeschnittene Anmeldungen nicht mehr offline per Wörterbuchangriff geknackt werden können; zudem sind Management-Frames verpflichtend geschützt. Im Mischbetrieb mit WPA2 (Transition Mode) und bei fehlerhafter Konfiguration bleiben Angriffe jedoch weiterhin möglich.

X

  • XSS (Cross-Site Scripting)

    Bei Cross-Site Scripting gelingt es einem Angreifer, eigenen JavaScript-Code in eine Webseite einzuschleusen, der dann im Browser anderer Personen ausgeführt wird. Damit kann er Sitzungen übernehmen, Eingaben mitlesen, Inhalte manipulieren oder Aktionen im Namen des Opfers ausführen. Man unterscheidet gespeichertes (stored), reflektiertes (reflected) und DOM-basiertes XSS; Schutz bieten kontextabhängiges Output-Encoding, sichere Frameworks und eine Content Security Policy.

Z

  • Zero Trust

    Zero Trust ist ein Sicherheitsmodell nach dem Grundsatz „Niemals vertrauen, immer überprüfen“: Keine Person, kein Gerät und kein Netzwerkbereich gilt automatisch als vertrauenswürdig – auch nicht innerhalb des Firmennetzes. Jeder Zugriff wird anhand von Identität, Gerätezustand und Kontext geprüft und nur mit den minimal nötigen Rechten gewährt. Zero Trust ist kein einzelnes Produkt, sondern eine Architektur, die schrittweise eingeführt wird, etwa über starke Authentifizierung, Mikrosegmentierung und kontinuierliche Überwachung.

  • Zero-Day

    Eine Zero-Day-Schwachstelle ist eine Sicherheitslücke, die dem Hersteller noch unbekannt ist oder für die es noch keinen Patch gibt – die Verteidiger hatten also „null Tage“ Zeit zu reagieren. Exploits für solche Lücken sind besonders wertvoll und werden für gezielte Angriffe genutzt oder teuer gehandelt. Da Updates hier nicht helfen, kommt es auf Härtung, Segmentierung, minimale Rechte und eine Angriffserkennung an, die nicht nur auf bekannte Signaturen setzt. Wie weit ein Angreifer nach einem erfolgreichen Einbruch käme, zeigt ein Penetrationstest.

Welche dieser Begriffe betreffen Ihr Unternehmen?

Begriffe zu kennen ist der erste Schritt – ein Penetrationstest zeigt, welche Schwachstellen in Ihren Systemen tatsächlich ausnutzbar sind. Nach dem Scoping erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden (an Werktagen) ein Festpreisangebot.

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