Technologiepartner
Greenbone-Partner für Schwachstellenmanagement
Bekannte Schwachstellen finden, bevor Angreifer es tun.
Mit Greenbone wird Schwachstellenmanagement zur Routine: Die Lösung prüft Ihre IT automatisiert und regelmäßig auf bekannte Schwachstellen und unsichere Konfigurationen – auf Basis des Open-Source-Scanners OpenVAS und mit täglich aktualisierten Schwachstellentests. Als Greenbone-Partner beraten wir Sie bei der Auswahl der passenden Variante, begleiten die Einführung und binden die Ergebnisse in Ihre bestehenden Prozesse ein.
- Open-Source-Basis
- Tägliche Feed-Updates
- Hersteller aus Deutschland
Überblick
Was ist Greenbone Vulnerability Management?
Hinter Greenbone steht die Greenbone AG aus Osnabrück, ein Hersteller von Lösungen für Schwachstellenmanagement (Vulnerability Management). Herzstück der Lösungen ist OpenVAS, ein Open-Source-Scanner, den Greenbone maßgeblich entwickelt. Seit 2025 führt der Hersteller auch seine kommerziellen Produkte unter der Marke OPENVAS: Die Appliances heißen heute OPENVAS SCAN (vormals Greenbone Enterprise Appliance bzw. Greenbone Security Manager), der Schwachstellen-Feed heißt OPENVAS ENTERPRISE FEED. Das Unternehmen firmiert weiterhin als Greenbone AG. Der Scanner prüft Server, Arbeitsplätze, Netzwerkkomponenten und andere vernetzte Geräte auf bekannte Sicherheitslücken, veraltete Softwarestände und unsichere Einstellungen. Die Ergebnisse fasst Greenbone in Berichten mit Schweregrad und Hinweisen zur Behebung zusammen.
Grundlage der Prüfungen ist ein Feed mit Schwachstellentests, den Greenbone täglich aktualisiert. Sobald für eine neu veröffentlichte Sicherheitslücke ein Test im Feed verfügbar ist, berücksichtigen ihn Ihre nächsten Scans automatisch. So bleibt die Prüfung auf dem Stand der aktuellen Bedrohungslage, ohne dass Sie Prüfregeln selbst pflegen müssen.
IT-Landschaften verändern sich ständig. Neue Server und Cloud-Dienste kommen hinzu, Testsysteme geraten in Vergessenheit, Updates bleiben liegen. Ein Penetrationstest zeigt den Stand an einem Stichtag – regelmäßige Scans machen in der Zeit dazwischen sichtbar, wo Patches fehlen oder Konfigurationen vom Soll abweichen.
Auch Regelwerke verlangen einen geregelten Umgang mit Schwachstellen. ISO/IEC 27001:2022 fordert in Anhang A (Maßnahme 8.8), Informationen über technische Schwachstellen einzuholen, die eigene Gefährdung zu bewerten und angemessen zu reagieren.
Die NIS2-Richtlinie (EU) 2022/2555 zählt die Behandlung von Schwachstellen ausdrücklich zu den Maßnahmen des Risikomanagements, und Art. 32 DSGVO verlangt ein Verfahren, mit dem die Wirksamkeit technischer und organisatorischer Maßnahmen regelmäßig überprüft wird. Ein dokumentierter Scan-Prozess liefert dafür nachvollziehbare Nachweise.
Scanner und Pentest
Greenbone und Penetrationstest – Breite trifft Tiefe
Ein Scanner sieht viel, versteht aber keine Zusammenhänge. Ein typisches Beispiel: Der Scan meldet, dass auf mehreren Windows-Servern die SMB-Signierung nicht erzwungen wird – ein Befund unter vielen, der in einer langen Liste leicht untergeht. Im Penetrationstest zeigt sich, dass genau diese Schwäche zusammen mit weiteren Konfigurationsfehlern einen Relay-Angriff bis zur Übernahme der Domäne ermöglicht.
Hinzu kommt: Logikfehler in individuell entwickelten Anwendungen – etwa ein Bestellprozess, in dem sich Preise manipulieren lassen – bleiben einem Scanner in der Regel verborgen. Deshalb empfehlen wir beides: regelmäßige Scans für Breite und Aktualität, dazu Penetrationstests in festen Abständen und nach größeren Änderungen für die Tiefe.
Die Scan-Ergebnisse helfen außerdem, den Prüfumfang eines Pentests gezielt festzulegen. Nach dem Test lässt sich mit Greenbone laufend kontrollieren, ob behobene Schwachstellen auch behoben bleiben. Sie möchten keinen eigenen Scanner betreiben? Dann ist unsere Schwachstellenanalyse eine Alternative.
Einsatzszenarien
Typische Einsatzszenarien für Greenbone
Betrieb
Kontinuierliches Schwachstellenmanagement
Regelmäßige Scans aller Netzbereiche liefern eine aktuelle Übersicht – priorisiert, nachvollziehbar und mit klaren Zuständigkeiten für die Behebung.
- Zeitgesteuerte Scans für alle relevanten Netzbereiche
- Deltaberichte für neue und behobene Befunde
- Übergabe an Patch- und Ticketprozesse
Nachweis
Compliance und Audit-Vorbereitung
Automatisierte Richtlinienprüfungen, z. B. gegen ausgewählte Bausteine des IT-Grundschutz-Kompendiums, unterstützen ISMS-Verantwortliche bei ISO/IEC 27001, NIS2-Vorgaben und internen Revisionen.
- Wiederkehrende Prüfungen statt Stichproben
- Dokumentierte Ergebnisse als Audit-Nachweis
- Abweichungen vom Soll früh erkennen
Architektur
Segmentierte und sensible Netze
Verteilte Sensoren prüfen Standorte, DMZ oder Produktionsnetze aus dem jeweiligen Segment heraus. Beim Betrieb als Appliance bleiben die Ergebnisse in Ihrer eigenen Infrastruktur.
- Zentrale Steuerung, lokale Scans
- Vorsichtige Scan-Profile für empfindliche OT-Komponenten
- Datenhaltung im eigenen Rechenzentrum
Einführung mit Rootsektor
Ihr Greenbone-Partner: So begleiten wir die Einführung
Wir beraten bei der Auswahl, begleiten die Einführung und binden Greenbone in Ihre bestehenden Abläufe ein – damit aus Scan-Ergebnissen behobene Schwachstellen werden. Rootsektor ist im offiziellen Partnerverzeichnis der Greenbone AG gelistet.
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01
Erstgespräch & Zielbild
Wir klären, welche Netze und Systeme geprüft werden sollen, welche Anforderungen bestehen – etwa aus ISO 27001 oder NIS2 – und wer die Ergebnisse bearbeitet. Auf Wunsch unterzeichnen wir vorab eine Vertraulichkeitsvereinbarung.
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02
Auswahl der Variante
OPENVAS SCAN als Hardware- oder virtuelle Appliance oder – für kleinere Umgebungen – OPENVAS BASIC: Wir beraten, was zu Größe, Netzstruktur und Ihren Anforderungen an die Datenhaltung passt. Greenbone stellt die Lizenzierung von OPENVAS SCAN auf ein Modell nach Anzahl der zu prüfenden Assets um; neue Modelle wie OPENVAS SCAN VIRTUAL unterstützen es bereits.
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03
Einführung & Konfiguration
Wir begleiten die Einrichtung von Zielsystemen, Zugangsdaten für authentifizierte Scans, Scan-Profilen und Zeitplänen – mit vorsichtigen Einstellungen für empfindliche Systeme.
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04
Integration in Ihre Prozesse
Befunde fließen in Patch-, Change- und Ticketprozesse. Gemeinsam legen wir Zuständigkeiten, Fristen und Eskalationswege fest.
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05
Auswertung & Feinschliff
Die ersten Ergebnisse besprechen wir mit Ihrem Team, ordnen Fehlalarme ein und schärfen die Konfiguration nach.
Greenbone-Angebot anfordern
Für ein Angebot zur Verlängerung oder Erweiterung Ihrer Subscription genügen Ihre Kontaktdaten und die Kennung Ihres Subscription-Keys – also sein Name, z. B. gsf2022122017. Sie finden ihn im GOS-Administrationsmenü Ihrer Appliance unter „About“. Den Schlüssel selbst benötigen wir nicht, bitte fügen Sie seinen Inhalt nicht ein. Wir holen das konkrete Angebot bei der Greenbone AG ein und melden uns bei Ihnen. Ihre Anfrage ist unverbindlich.
FAQ
Häufige Fragen zu Greenbone
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2932 465265-0 oder schreiben Sie an info@rootsektor.de.
Ist Greenbone dasselbe wie OpenVAS?
Nicht ganz. Greenbone ist der Hersteller, OpenVAS der Open-Source-Scanner, den Greenbone maßgeblich entwickelt und um Verwaltung, Weboberfläche, Berichte und den Schwachstellen-Feed zu einer Gesamtlösung ergänzt. Inzwischen nutzt Greenbone „OPENVAS“ zudem als Marke für seine Produkte. Neben den kostenlosen Varianten OPENVAS FREE und OPENVAS COMMUNITY EDITION gibt es kommerzielle Produkte mit dem OPENVAS ENTERPRISE FEED, Support und Appliance-Betrieb.
Welche Varianten gibt es – und was ist aus dem Greenbone Security Manager geworden?
Die früher als Greenbone Security Manager (GSM) und später als Greenbone Enterprise Appliance bekannten Appliances heißen heute OPENVAS SCAN; Modellbezeichnungen wie EXA oder 600 bleiben erhalten. OPENVAS SCAN gibt es als Hardware- oder als virtuelle Appliance mit gleichem Funktionsumfang. Für kleinere Umgebungen mit weniger als 150 Assets gibt es OPENVAS BASIC; zum kostenlosen Ausprobieren eignen sich OPENVAS FREE und die OPENVAS COMMUNITY EDITION. Welche Lösung passt, hängt von der Zahl der Assets, der Netzstruktur und Ihren Anforderungen an die Datenhaltung ab – das klären wir im Erstgespräch.
Wie oft sollte gescannt werden?
Das hängt davon ab, wie schnell sich Ihre Umgebung ändert und wie kritisch die Systeme sind. Wöchentliche bis monatliche Scans sind für viele Netze ein guter Ausgangspunkt; aus dem Internet erreichbare Systeme sollten häufiger geprüft werden. Nach größeren Änderungen empfiehlt sich zusätzlich ein gezielter Scan.
Können Scans den laufenden Betrieb stören?
Scans sind auf produktive Umgebungen ausgelegt, dennoch reagieren einzelne Systeme empfindlich – etwa ältere Geräte oder Steuerungskomponenten in OT-Netzen. Deshalb stimmen wir Scan-Profile, Zeitfenster und Ausnahmen vorab ab und starten mit vorsichtigen Einstellungen. Für industrielle Umgebungen bietet sich zusätzlich ein spezialisierter OT- und ICS-Pentest an.
Ersetzt Greenbone einen Penetrationstest?
Nein. Der Scanner findet bekannte Schwachstellen und Fehlkonfigurationen in der Breite. Ein Penetrationstest geht in die Tiefe: Er verknüpft Befunde zu Angriffswegen, findet Logikfehler in Anwendungen und zeigt, was ein Angreifer tatsächlich erreichen kann. Beides ergänzt sich.
Hilft Greenbone bei BSI IT-Grundschutz und ISO 27001?
Ja, als Baustein. Greenbone kann Systeme automatisiert gegen ausgewählte Bausteine des IT-Grundschutz-Kompendiums prüfen und liefert dokumentierte Ergebnisse, die in Audits als Nachweis dienen können. Der Scanner ersetzt weder ein ISMS noch ein Audit, unterstützt aber den geforderten systematischen Umgang mit technischen Schwachstellen.
Wo werden die Scan-Ergebnisse gespeichert?
Beim Betrieb als Hardware- oder virtuelle Appliance laufen Scans und Datenhaltung in Ihrer eigenen Infrastruktur.
Greenbone-Einführung besprechen
Sie möchten Schwachstellenmanagement mit Greenbone aufbauen oder eine bestehende Installation besser in Ihre Abläufe einbinden? Schildern Sie uns Ihre Umgebung – wir melden uns für ein unverbindliches Erstgespräch.