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Penetration Testing

Cloud-Penetrationstest für AWS, Azure und Google Cloud

Angriffspfade erkennen, bevor Angreifer sie nutzen.

In der Cloud führt selten eine einzelne Lücke zum Sicherheitsvorfall – meist ist es die Kombination aus zu weit gefassten Berechtigungen, offenen Diensten und vergessenen Ressourcen. Mit einem Cloud-Penetrationstest prüfen wir Ihre Umgebung in AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud aus Sicht eines Angreifers und zeigen, welche Angriffspfade tatsächlich ausnutzbar sind.

  • Festpreis nach Scoping
  • Kostenloser Retest
  • Angebot in 24 h

Definition

Was ist ein Cloud-Penetrationstest?

Ein Cloud-Penetrationstest ist ein autorisierter, kontrollierter Angriff auf Ihre Cloud-Umgebung. Wir untersuchen Konten, Subscriptions und Projekte, Identitäten und Rollen, Speicher, Workloads, Netzwerke und Verwaltungsschnittstellen – und beantworten die Frage, die für Ihr Risiko zählt: Wie weit kommt ein Angreifer, der einen realistischen Einstiegspunkt findet? Das kann ein versehentlich veröffentlichter Zugriffsschlüssel sein, ein kompromittiertes Entwicklerkonto oder eine verwundbare Webanwendung.

Ausgangspunkt jedes Cloud-Pentests ist das Modell der geteilten Verantwortung (Shared Responsibility): AWS, Microsoft und Google sichern Rechenzentren, Hardware und Virtualisierung ab. Für alles, was Sie in der Cloud selbst konfigurieren – Identitäten, Berechtigungen, Netzwerkregeln, Daten und Anwendungen –, tragen Sie die Verantwortung. Genau dort entstehen die Schwachstellen, die Angreifer in der Praxis ausnutzen.

Vom Konfigurationsreview unterscheidet sich der Cloud-Pentest im Ansatz. Ein Review gleicht Einstellungen systematisch mit Best Practices wie den CIS Benchmarks ab; der Penetrationstest zeigt, ob und wie sich einzelne Schwächen ausnutzen und zu einem Angriffspfad verketten lassen. Beides ergänzt sich – für die reine Konfigurationsanalyse bieten wir den Microsoft 365 & Azure Review und den AWS Security Review an.

Die Ergebnisse helfen Ihnen, Ihre Cloud-Umgebung gezielt zu härten, und liefern belastbare Nachweise für Anforderungen wie Art. 32 DSGVO, das Risikomanagement nach NIS2, DORA oder ISO/IEC 27001:2022 – verständlich aufbereitet für Ihr Management und mit handfesten technischen Details für Ihr Cloud-Team.

Unser Vorgehen

So testen wir Ihre Cloud-Umgebung

Wir kombinieren zwei Blickwinkel. Von außen prüfen wir, was aus dem Internet erreichbar ist: öffentliche Endpunkte, Speicher, APIs, Anmeldeseiten und Verwaltungszugänge. Von innen gehen wir von einem kompromittierten Konto aus („Assumed Breach“) und analysieren, wie sich die Rechte von dort aus erweitern lassen – über Rollen, Vertrauensstellungen und Dienstkonten bis in andere Konten, Subscriptions oder Projekte.

Werkzeuge wie Prowler, ScoutSuite, Pacu oder BloodHound beschleunigen die Analyse großer Umgebungen. Den Unterschied macht jedoch die manuelle Arbeit: Wir prüfen mögliche Angriffspfade praktisch nach, belegen sie mit Nachweisen und trennen ausnutzbare Schwachstellen von rein theoretischen Befunden.

Dabei halten wir uns an die Testrichtlinien der Anbieter. Für die meisten Prüfungen ist bei AWS, Azure und Google Cloud keine vorherige Genehmigung nötig. Denial-of-Service-Tests gehören nicht zu unserem Standardumfang, und die Infrastruktur der Anbieter selbst sowie Ressourcen anderer Kunden sind grundsätzlich tabu.

Testanforderungen besprechen
Typischer Angriffspfad: vom geleakten Schlüssel über eine Rollenübernahme bis zu den Kundendaten.

Typische Schwachstellen

Schwachstellen in Cloud-Umgebungen

Überprivilegierte Identitäten

Richtlinien, die per Wildcard sämtliche Aktionen erlauben, Dienstkonten mit Owner-Rechten oder Anwendungen mit weitreichenden Microsoft-Graph-Berechtigungen. Schon unscheinbare Kombinationen wie iam:PassRole und das Recht, Lambda-Funktionen anzulegen, ermöglichen oft eine vollständige Rechteausweitung.

Öffentlich zugängliche Speicher

S3-Buckets, Azure-Blob-Container oder Cloud-Storage-Buckets mit anonymem Zugriff, zu großzügig ausgestellte SAS-Token sowie öffentlich geteilte Snapshots und Backups legen Daten offen – häufig unbemerkt.

Offene Dienste und Verwaltungszugänge

SSH, RDP, Datenbanken, die Kubernetes-API oder Admin-Oberflächen, die per Security Group oder Netzwerksicherheitsgruppe aus dem gesamten Internet erreichbar sind, bieten Angreifern einen direkten Einstieg.

Geheimnisse im Klartext

Zugriffsschlüssel und Passwörter liegen in Code-Repositorys, CI/CD-Variablen, Umgebungsvariablen von Funktionen, Container-Images oder Terraform-State-Dateien – lesbar für alle, die dort Zugriff erlangen.

SSRF und Instanz-Metadaten

Eine Server-Side Request Forgery in einer Webanwendung genügt, um über den Metadatendienst temporäre Zugangsdaten der Instanzrolle abzugreifen – besonders leicht, wenn bei AWS noch IMDSv1 aktiv ist.

Unsichere Container und Kubernetes-Cluster

Privilegierte Pods, zu weit gefasste RBAC-Rollen, automatisch eingebundene Service-Account-Token und fehlende Network Policies ermöglichen den Ausbruch aus dem Container bis zur Übernahme des Clusters.

Schwache Segmentierung und hybride Vertrauensstellungen

Flache VPC- oder VNet-Strukturen, großzügiges Peering, VPN-Verbindungen ins eigene Rechenzentrum und Synchronisationsdienste wie Microsoft Entra Connect verbinden Cloud und On-Premises – auch für Angreifer.

Lückenhafte Protokollierung

Sind CloudTrail, das Azure-Aktivitätsprotokoll oder die Cloud Audit Logs unvollständig konfiguriert oder wertet niemand die Warnungen aus, bleiben Angriffe lange unentdeckt.

Prüfumfang

Was wir prüfen

Den genauen Umfang legen wir im Scoping fest. Typischerweise umfasst ein Cloud-Penetrationstest diese Bereiche:

Testperspektiven

Black, Grey oder White Box – welcher Ansatz passt?

Welche Perspektive sinnvoll ist, hängt von Ihrem Ziel ab – beim AWS-Pentest ebenso wie beim Azure-Pentest oder in der Google Cloud. Wir beraten Sie im Scoping und kombinieren die Ansätze bei Bedarf.

  • Black Box

    Externer Angriff

    Wir starten ohne Zugangsdaten und Vorwissen – wie ein Angreifer aus dem Internet.

    • Öffentliche Endpunkte, Speicher und APIs
    • Realistische Außensicht auf Ihre Cloud
    • Geeignet als Einstieg und Standortbestimmung
  • Grey Box

    Kompromittiertes Konto

    Wir erhalten eine Identität mit typischen Rechten und prüfen, wie weit sich der Zugriff ausweiten lässt.

    • Rechteausweitung und laterale Bewegung
    • Angriffspfade über Konten und Subscriptions hinweg
    • Effizient und nah an realen Vorfällen
  • White Box

    Vollständige Analyse

    Mit Lesezugriff auf die gesamte Umgebung und Ihre IaC-Definitionen decken wir auch versteckte Pfade auf.

    • Maximale Abdeckung aller Konten und Dienste
    • Gezielte Ausnutzung gefundener Schwächen
    • Ideal vor dem Go-live oder nach einer Migration

Ablauf

Ablauf eines Cloud-Penetrationstests

Von der ersten Abstimmung bis zur Prüfbescheinigung – transparent, in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Cloud-Team und nach unserem bewährten Vorgehen im Penetration Testing.

  1. 01

    Scoping

    Wir klären Anbieter, Konten, Subscriptions oder Projekte, relevante Dienste, Testperspektive und Ziele – etwa: „Kommt ein Angreifer von der Webanwendung an die Kundendaten?“

  2. 02

    Festpreisangebot

    Innerhalb von 24 Stunden (an Werktagen) nach dem Scoping erhalten Sie ein Festpreisangebot ohne versteckte Kosten.

  3. 03

    Vorbereitung & Freigabe

    Sie richten Testidentitäten mit den vereinbarten Rechten ein. Gemeinsam legen wir Zeitfenster, Ansprechpersonen und Abbruchkriterien fest und gleichen den Testplan mit den Richtlinien der Anbieter ab.

  4. 04

    Aufklärung & Analyse

    Wir erfassen die erreichbaren Ressourcen, werten Berechtigungen und Konfigurationen aus und identifizieren mögliche Angriffspfade.

  5. 05

    Ausnutzung & Verkettung

    Wir verifizieren die Pfade praktisch – von der Rechteausweitung bis zum Zugriff auf vereinbarte Zielobjekte –, kontrolliert und lückenlos dokumentiert.

  6. 06

    Bericht, Retest & Prüfbescheinigung

    Sie erhalten den Bericht, auf Wunsch eine Abschlussbesprechung und eine Prüfbescheinigung. Behobene Schwachstellen prüfen wir kostenlos erneut.

Ihre Vorteile

Warum ein Cloud-Pentest mit Rootsektor

  • Angriffspfade statt Scannerlisten

    Wir zeigen, wie sich einzelne Schwächen zu einem realen Angriff verketten – und welche Maßnahme den größten Effekt hat.

  • Unabhängig und objektiv

    Wir sind unabhängig von Cloud-Anbietern, Herstellern und Dienstleistern. Unsere Bewertung richtet sich allein nach Ihrem Risiko.

  • Festpreis und kostenloser Retest

    Sie kennen die Kosten vor Projektstart. Behobene Schwachstellen prüfen wir ohne Aufpreis erneut.

  • Nachweis für Audits und Kunden

    Bericht und Prüfbescheinigung dokumentieren Ihre Cloud-Sicherheit zur Vorlage bei Kunden, Partnern, Versicherern und Auditoren.

CLOUD-PENETRATIONSTEST · AWS · AZURE · GOOGLE CLOUD

Ergebnisbericht

Ihr Bericht zum Cloud-Penetrationstest

Unser Bericht richtet sich an zwei Zielgruppen: Die Management Summary ordnet die Ergebnisse geschäftlich ein und zeigt, wo Handlungsbedarf besteht. Der technische Teil liefert Ihrem Cloud-Team alles, was es für die Behebung braucht – betroffene Ressourcen, nachvollziehbare Nachweise und konkrete Maßnahmen bis hin zur angepassten Richtlinie.

  • Management Summary mit Gesamtbewertung Ihrer Cloud-Sicherheit
  • Schritt-für-Schritt-Beschreibung der Angriffspfade
  • Bewertung jedes Befunds nach CVSS
  • Betroffene Konten, Rollen und Ressourcen
  • Priorisierte Maßnahmenempfehlungen
  • Kostenloser Retest und Prüfbescheinigung

Wie sicher ist Ihre Cloud-Umgebung wirklich?

Schildern Sie uns Ihre Architektur und Ihre Ziele. Wir schlagen einen passenden Prüfumfang vor und senden Ihnen werktags innerhalb von 24 Stunden nach dem Scoping ein Festpreisangebot.

FAQ

Häufige Fragen zum Cloud-Penetrationstest

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2932 465265-0 oder schreiben Sie an info@rootsektor.de.

Brauchen wir für den Test eine Genehmigung von AWS, Microsoft oder Google?

Für die meisten Prüfungen nicht. AWS, Microsoft Azure und Google Cloud erlauben Penetrationstests der eigenen Ressourcen grundsätzlich ohne vorherige Anmeldung, geben aber Regeln vor – etwa zu Denial-of-Service-Tests oder zur Infrastruktur des Anbieters. Wir stimmen den Testplan auf diese Richtlinien ab. Die Freigabe für Ihre Konten erteilen Sie uns schriftlich.

Was unterscheidet einen Cloud-Pentest von einem Konfigurationsreview?

Ein Konfigurationsreview prüft Ihre Einstellungen systematisch und in der Breite gegen Best Practices. Der Penetrationstest geht in die Tiefe: Er zeigt, welche Schwächen sich tatsächlich ausnutzen und zu einem Angriff verketten lassen. Für einen reinen Konfigurationsabgleich empfehlen wir den Microsoft 365 & Azure Review oder den AWS Security Review – viele Unternehmen kombinieren beides.

Wann ist ein Cloud-Penetrationstest sinnvoll?

Typische Anlässe sind eine Migration in die Cloud, der Go-live einer neuen Plattform, größere Architekturänderungen, neue Konten oder Subscriptions sowie Anforderungen von Kunden, Auditoren oder Versicherern. Weil sich Cloud-Umgebungen ständig verändern, empfehlen wir zusätzlich eine regelmäßige Wiederholung, mindestens einmal im Jahr.

Welche Zugänge benötigen Sie?

Das hängt von der Testperspektive ab. Für einen externen Test genügt die Angabe der Zielsysteme. Für Grey- und White-Box-Tests reichen in der Regel Leserollen wie SecurityAudit bei AWS, Reader und Global Reader in Azure bzw. Entra ID oder Viewer in Google Cloud, ergänzt um eine Testidentität mit typischen Rechten. Wir empfehlen zeitlich befristete Zugänge, die nach dem Test wieder entfernt werden.

Kann der Test unseren Betrieb beeinträchtigen?

Das Risiko ist gering: Last- und Denial-of-Service-Tests gehören nicht zum Standardumfang, und wir einigen uns vorab auf Zeitfenster und Abbruchkriterien. Aktionen, die Daten oder Konfigurationen verändern könnten, erfolgen nur nach ausdrücklicher Absprache. Auf Wunsch testen wir in einer Staging-Umgebung, die der Produktion entspricht.

Unterstützt der Test Audits nach ISO 27001, NIS2 oder BSI C5?

Ja – als technischer Nachweis. Bericht und Prüfbescheinigung belegen, dass Sie die Wirksamkeit Ihrer Sicherheitsmaßnahmen überprüfen lassen, wie es etwa Art. 32 DSGVO, NIS2 oder ISO/IEC 27001 verlangen. Ein Penetrationstest ersetzt jedoch weder ein Audit noch ein Testat.

Was kostet ein Cloud-Penetrationstest?

Der Aufwand hängt vor allem von der Anzahl der Konten und Subscriptions, den eingesetzten Diensten, der Testperspektive und der gewünschten Prüftiefe ab. Nach dem Scoping erhalten Sie werktags innerhalb von 24 Stunden ein Festpreisangebot – ohne Nachforderungen für den vereinbarten Umfang.

Wie gehen Sie mit Zugangsdaten und vertraulichen Informationen um?

Zugänge nutzen wir ausschließlich für den vereinbarten Test, Ergebnisse und Unterlagen behandeln wir streng vertraulich. Auf Wunsch unterzeichnen wir vor dem Scoping eine Vertraulichkeitsvereinbarung.

Cloud-Penetrationstest anfragen

Beschreiben Sie kurz Ihre Umgebung – Anbieter, Anzahl der Konten oder Subscriptions und Ihre wichtigsten Ziele. Wir melden uns für ein unverbindliches Erstgespräch.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Für Rückfragen oder einen Rückruf

Wir melden uns dazu bei Ihnen und unterzeichnen die Vertraulichkeitsvereinbarung auf Wunsch vor dem ersten Gespräch – gern auch auf Basis Ihrer eigenen Vorlage.

Wir verwenden Ihre Angaben ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Bitte senden Sie uns über dieses Formular keine Passwörter oder Zugangsdaten.