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Security Services

Active-Directory-Sicherheit für Domänen und Entra ID

Wer das AD kontrolliert, kontrolliert das Unternehmen.

Das Active Directory ist das Herzstück Ihrer IT – und eines der wichtigsten Ziele von Ransomware-Gruppen. Mit unserer Active-Directory-Analyse decken wir Angriffspfade, riskante Berechtigungen und Fehlkonfigurationen in AD, Zertifikatsdiensten und Entra ID auf und zeigen Ihnen, wie Sie diese Lücken schließen und Ihre Active-Directory-Sicherheit dauerhaft erhöhen.

  • Festpreis nach Scoping
  • Kostenloser Retest
  • Angebot in 24 h

Definition

Was ist eine Active-Directory-Analyse?

Eine Active-Directory-Analyse – auch Active Directory Security Assessment genannt – untersucht Ihre Windows-Domänen gezielt aus der Perspektive eines Angreifers. Wir prüfen Konfiguration, Berechtigungen, Authentifizierung und Vertrauensstellungen und beantworten die entscheidende Frage: Wie leicht übernimmt jemand, der ein einziges Benutzerkonto kontrolliert, Ihre gesamte Domäne?

Die Antwort überrascht oft. Active-Directory-Umgebungen wachsen über viele Jahre: Zuständigkeiten wechseln, Dienstkonten bleiben bestehen, Gruppen werden verschachtelt und Rechte delegiert, ohne dass jemand den Gesamtüberblick behält. Jede einzelne Einstellung wirkt harmlos – erst in der Kombination entstehen Angriffspfade, die mit graphbasierten Werkzeugen wie BloodHound sichtbar werden.

Bei Ransomware-Angriffen ist die Übernahme des Active Directory häufig der entscheidende Schritt. Mit Domänen-Admin-Rechten verteilen Angreifer Schadsoftware per Gruppenrichtlinie auf alle Systeme, schalten Schutzmechanismen ab und greifen gezielt Backups an. Wer die Wege dorthin kennt und schließt, nimmt Angreifern ihren wichtigsten Hebel.

Moderne Umgebungen sind zudem hybrid: Über Microsoft Entra Connect werden Identitäten in die Cloud synchronisiert, sodass eine Kompromittierung des lokalen AD auch Microsoft 365 und Azure gefährden kann – und umgekehrt. Regelwerke wie NIS2 (Zugriffskontrolle und Multi-Faktor-Authentifizierung), ISO/IEC 27001:2022 (u. a. Anhang A, 8.2 zu privilegierten Zugangsrechten) und der BSI IT-Grundschutz mit seinem Baustein APP.2.2 zu Active Directory stellen deshalb konkrete Anforderungen an die Absicherung von Identitäten.

Unser Vorgehen

So analysieren wir Ihr Active Directory

Für den Großteil der Analyse genügt uns ein gewöhnliches Domänenkonto ohne administrative Rechte – genau die Ausgangslage eines Angreifers nach einem erfolgreichen Phishing-Angriff. Damit erheben wir per LDAP und mit etablierten Werkzeugen die relevanten Daten: Benutzer, Gruppen, Computer, Berechtigungen (ACLs), Gruppenrichtlinien, Vertrauensstellungen und Zertifikatsvorlagen.

In der graphbasierten Analyse verfolgen wir jeden Pfad, der zu Tier-0-Objekten führt – also zu Domain Controllern, Domänen-Admins, Zertifikatsdiensten oder dem Entra-Connect-Server. Parallel prüfen wir die Konfiguration gegen bewährte Härtungsempfehlungen: Kerberos und Delegationen, Passwortrichtlinien, Legacy-Protokolle, LAPS, privilegierte Gruppen und das administrative Tiering.

Kritische Befunde validieren wir in Abstimmung mit Ihnen kontrolliert, z. B. indem wir Kerberos-Tickets offline auf schwache Passwörter prüfen oder über eine verwundbare Vorlage ein Testzertifikat anfordern und anschließend widerrufen. So wissen Sie, welche Risiken tatsächlich ausnutzbar sind – bei minimalem Eingriff in Ihren Betrieb.

Analyse besprechen
Angriffspfade bis Tier 0 sichtbar gemacht.

Typische Schwachstellen

Typische Schwachstellen im Active Directory

Kerberoasting

Dienstkonten mit Service Principal Name (SPN) und schwachem Passwort. Mit jedem Domänenkonto lassen sich dafür Kerberos-Tickets anfordern, aus denen sich das Passwort offline knacken lässt – besonders schnell bei RC4-Verschlüsselung.

AS-REP Roasting

Konten, bei denen die Kerberos-Vorauthentifizierung deaktiviert ist. Angreifer erhalten verschlüsseltes Material, das sich offline angreifen lässt – teils ganz ohne gültige Anmeldedaten.

Riskante ACLs und DCSync-Rechte

Rechte wie GenericAll, WriteDACL oder das Zurücksetzen von Passwörtern auf privilegierten Objekten – oder Replikationsrechte, mit denen sich sämtliche Passwort-Hashes der Domäne abziehen lassen.

Unsichere Delegationen

Server mit uneingeschränkter Delegation speichern die Kerberos-Tickets (TGTs) aller Konten, die sich bei ihnen anmelden. Kombiniert mit Coercion-Techniken wie PetitPotam lässt sich so die gesamte Domäne kompromittieren; auch die ressourcenbasierte eingeschränkte Delegation wird häufig missbraucht.

ADCS-Fehlkonfigurationen (ESC1–ESC8 ff.)

Zertifikatsvorlagen, bei denen Antragstellende den Namen selbst festlegen dürfen, zu weit gefasste Berechtigungen oder NTLM-Relay auf die Web-Registrierung. Ein so erlangtes Zertifikat für einen Domänen-Admin bleibt auch nach einem Passwortwechsel gültig.

Legacy-Protokolle und Relay-Angriffe

NTLMv1, SMBv1, fehlende SMB- und LDAP-Signierung oder aktive Namensauflösung per LLMNR und NBT-NS ermöglichen das Abgreifen und Weiterleiten von Anmeldedaten.

Schwache und mehrfach genutzte Passwörter

Laxe Passwortrichtlinien, Kennwörter in Beschreibungsfeldern oder Skripten im SYSVOL und identische lokale Administratorpasswörter auf allen Clients, weil LAPS fehlt.

Fehlendes Tiering und zu viele Admins

Domänen-Admins, die sich an Clients oder Servern anmelden und dort Anmeldedaten im Speicher hinterlassen, überfüllte privilegierte Gruppen und Dienstkonten mit Domänen-Admin-Rechten.

Prüfumfang

Was wir bei der Active-Directory-Analyse prüfen

  • Angriffspfade & Berechtigungen

    Graphbasierte Analyse von ACLs, Gruppenverschachtelungen, Sitzungen und lokalen Adminrechten – jeder Weg zu Tier 0.

  • Privilegierte Gruppen & Konten

    Domain Admins, Enterprise Admins, Operator-Gruppen, AdminSDHolder, Dienstkonten sowie verwaiste und inaktive Konten.

  • Kerberos & Delegationen

    SPNs, Vorauthentifizierung, Verschlüsselungstypen, Delegationen aller Art und das Alter des krbtgt-Kennworts.

  • Zertifikatsdienste (ADCS)

    Zertifizierungsstellen, Vorlagen, Berechtigungen und Web-Registrierung – geprüft auf ESC1 bis ESC8 und neuere Techniken.

  • Passwortrichtlinien & Kennwortqualität

    Standard- und feingranulare Richtlinien; auf Wunsch ein Passwort-Audit gegen bekannte, geleakte Kennwörter – abgestimmt mit Datenschutz und Betriebsrat.

  • Gruppenrichtlinien & Härtung

    Berechtigungen auf GPOs, Kennwörter im SYSVOL, LAPS-Abdeckung, Überwachungsrichtlinien und Härtung der Domain Controller.

  • Legacy-Protokolle

    NTLM, SMBv1, SMB- und LDAP-Signierung, LDAP Channel Binding, LLMNR/NBT-NS und die Druckwarteschlange auf Domain Controllern.

  • Tiering & Administration

    Trennung der Administrationsebenen, Anmeldebeschränkungen, Protected Users, Admin-Arbeitsplätze und Vertrauensstellungen zwischen Domänen.

  • Hybride Identität & Entra ID

    Entra Connect als Tier-0-System, Authentifizierungsmethode, Seamless SSO, synchronisierte Admin-Konten und Conditional Access.

    Mehr erfahren

Varianten

Drei Wege zu mehr Active-Directory-Sicherheit

  • White Box

    AD-Konfigurationsanalyse

    Mit einem rein lesenden Konto analysieren wir Ihr gesamtes Verzeichnis – vollständig, systematisch und ohne Änderungen vorzunehmen.

    • Alle Objekte, Berechtigungen und Gruppenrichtlinien
    • Graphbasierte Angriffspfadanalyse bis Tier 0
    • Ideal als Bestandsaufnahme und vor Umstrukturierungen
  • Grey Box

    Assumed-Breach-Simulation

    Wir starten mit einem gewöhnlichen Benutzerkonto an einem Standard-Client und versuchen, die Domäne zu übernehmen – wie ein Angreifer nach einem Phishing-Erfolg.

    • Validierung tatsächlich ausnutzbarer Pfade
    • Prüfung, ob EDR und Monitoring anschlagen
    • Nachweis der realen Auswirkungen
  • Entra ID

    Hybrid-Identity-Analyse

    Wir untersuchen die Brücke zwischen lokalem AD und Cloud – dort, wo sich Angriffe in beide Richtungen ausbreiten können.

    • Entra Connect, Synchronisation und Authentifizierungsmethode
    • Privilegierte Rollen und synchronisierte Admin-Konten
    • Conditional Access und Legacy-Authentifizierung

Ablauf

So läuft Ihre Active-Directory-Analyse ab

Strukturiert und transparent wie alle unsere Security Services – und mit möglichst wenig Aufwand für Ihr Team.

  1. 01

    Scoping

    Wir klären Domänen, Forests, Vertrauensstellungen, die Größe der Umgebung, die gewünschte Variante und ob Entra ID einbezogen wird. Innerhalb von 24 Stunden (an Werktagen) erhalten Sie Ihr Festpreisangebot.

  2. 02

    Zugang & Datenerhebung

    Sie stellen ein Standard-Domänenkonto und einen Netzwerkzugang bereit – wahlweise vor Ort oder remote per VPN bzw. über ein bereitgestelltes Testsystem. Wir erheben die Daten mit etablierten Werkzeugen, rein lesend und ohne Änderungen am Verzeichnis.

  3. 03

    Analyse

    Wir werten Angriffspfade graphbasiert aus und prüfen Kerberos, ADCS, Gruppenrichtlinien, Passwortrichtlinien und Protokolle gegen bewährte Empfehlungen von Microsoft und BSI.

  4. 04

    Validierung

    Ausgewählte kritische Befunde bestätigen wir in Abstimmung mit Ihnen kontrolliert und dokumentieren den Nachweis. Kritische Schwachstellen melden wir sofort – noch während der Analyse, telefonisch oder per E-Mail an die vereinbarte Ansprechperson.

  5. 05

    Bericht & Abschlussbesprechung

    Sie erhalten priorisierte Maßnahmen – von schnellen Korrekturen bis zum Tiering-Konzept. Auf Wunsch besprechen wir die Umsetzung direkt mit Ihrem Administrationsteam.

  6. 06

    Retest & Prüfbescheinigung

    Nach der Behebung prüfen wir die Befunde kostenlos erneut. Abschließend erhalten Sie eine Prüfbescheinigung.

Ihre Vorteile

Ihre Vorteile mit Rootsektor

  • Echte Transparenz

    Sie sehen, wer in Ihrer Domäne tatsächlich was darf – inklusive versteckter, vererbter und verschachtelter Rechte.

  • Weniger Ransomware-Risiko

    Geschlossene Pfade zu Tier 0 nehmen Angreifern den wichtigsten Hebel für eine flächendeckende Verschlüsselung.

  • Schnelle Erfolge

    Viele kritische Befunde lassen sich mit geringem Aufwand beheben. Wir zeigen, wo Sie anfangen sollten – mit konkreten Konfigurationshinweisen.

  • Unabhängige Bewertung

    Wir sind unabhängig von Herstellern und Dienstleistern und empfehlen Maßnahmen, die zu Ihrer Umgebung passen – nicht zu einem Produkt.

ACTIVE DIRECTORY · ANGRIFFSPFADE · TIER 0

Ergebnisbericht

Angriffspfade verständlich dokumentiert

Unser Bericht übersetzt komplexe Berechtigungsketten in klare Aussagen: Welche Konten sind gefährdet, welcher Pfad führt zum Domänen-Admin, und welche Änderung durchbricht ihn? Jeder Befund enthält die betroffenen Objekte, einen Nachweis und eine konkrete Empfehlung – inklusive Hinweisen auf mögliche Seiteneffekte im Betrieb.

  • Management Summary mit Risikobewertung Ihrer Domäne
  • Visualisierte Angriffspfade zu den kritischsten Konten und Systemen
  • Befunde mit CVSS-Bewertung, Nachweisen und betroffenen Objekten
  • Konkrete Maßnahmen – von Quick Wins bis zum Tiering-Konzept
  • Hinweise auf Abhängigkeiten und Seiteneffekte von Änderungen
  • Prüfbescheinigung zur Vorlage bei Kunden, Partnern, Versicherern und Auditoren

Wie sicher ist Ihr Active Directory wirklich?

Für den Start genügt uns ein gewöhnliches Domänenkonto. Nach dem Scoping erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden (an Werktagen) ein Festpreisangebot für Ihre Active-Directory-Analyse.

FAQ

Häufige Fragen zur Active-Directory-Analyse

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2932 465265-0 oder schreiben Sie an info@rootsektor.de.

Was unterscheidet eine AD-Analyse von einem internen Penetrationstest?

Ein interner Penetrationstest prüft das gesamte interne Netz – Systeme, Dienste und Segmentierung – und folgt dabei oft dem ersten gangbaren Weg zum Domänen-Admin. Die Active-Directory-Analyse konzentriert sich auf das Verzeichnis selbst und arbeitet es systematisch durch: alle Angriffspfade, alle riskanten Berechtigungen, alle Kerberos- und ADCS-Konfigurationen. Beide Leistungen ergänzen sich ideal.

Welche Zugänge benötigen Sie für die Analyse?

Für die meisten Prüfungen genügt ein normales Domänenkonto ohne Adminrechte, dazu ein Netzwerkzugang zu Ihrer Domäne – wahlweise vor Ort oder remote, per VPN oder über ein bereitgestelltes Testsystem. Für einzelne Prüfungen, etwa ein Passwort-Audit oder lokale Einstellungen der Domain Controller, stimmen wir erweiterte Rechte gezielt mit Ihnen ab.

Beeinträchtigt die Analyse unseren Betrieb?

In aller Regel nicht. Die Datenerhebung besteht im Wesentlichen aus lesenden Abfragen, etwa per LDAP, die Domain Controller und Systeme kaum belasten, und wir verändern keine Objekte im Verzeichnis. Aktive Validierungen wie das Anfordern eines Testzertifikats führen wir nur nach Absprache durch und machen sie anschließend rückgängig.

Prüfen Sie auch Entra ID und Microsoft 365?

Ja. In hybriden Umgebungen gehört Entra Connect zu den kritischsten Systemen überhaupt, denn wer es kontrolliert, kann sowohl das lokale AD als auch den Cloud-Tenant gefährden. Wir prüfen Synchronisation, Authentifizierungsmethode, privilegierte Rollen und Conditional Access. Für eine umfassende Prüfung Ihres Tenants empfehlen wir zusätzlich unser Microsoft 365 & Azure Review.

Was ist Kerberoasting – und warum ist es so gefährlich?

Beim Kerberoasting fordert ein Angreifer mit einem beliebigen Domänenkonto Kerberos-Tickets für Dienstkonten an. Diese Tickets sind mit einem aus dem Passwort des Dienstkontos abgeleiteten Schlüssel verschlüsselt und lassen sich offline durchprobieren – ohne Kontosperrung und für viele Überwachungslösungen unauffällig. Weil Dienstkonten oft schwache, nie geänderte Passwörter und hohe Rechte haben, führt der Angriff häufig direkt zu privilegierten Zugängen. Abhilfe schaffen Group Managed Service Accounts (gMSA), lange Zufallspasswörter und der Verzicht auf RC4.

Warum sind die Active Directory Certificate Services so kritisch?

Die Zertifikatsdienste sind eng mit dem AD verzahnt: Ein Zertifikat kann zur Anmeldung genutzt werden wie ein Passwort. Mit der Forschungsarbeit „Certified Pre-Owned“ (2021) rückten zahlreiche Angriffstechniken in den Fokus, die als ESC1, ESC2 und folgende katalogisiert sind – und die Liste wächst weiter. Schon eine falsch konfigurierte Vorlage kann jedem Benutzerkonto erlauben, sich ein Zertifikat für einen Domänen-Admin auszustellen. Deshalb behandeln wir ADCS als Tier-0-System und prüfen es besonders gründlich.

Wie oft sollten wir unser Active Directory prüfen lassen?

Wir empfehlen eine umfassende Analyse etwa einmal jährlich sowie nach größeren Veränderungen, etwa Migrationen, Fusionen, der Einführung von Entra ID oder einem Wechsel des IT-Dienstleisters. Auch nach einem Sicherheitsvorfall ist eine AD-Analyse sinnvoll, um verbliebene Hintertüren und Persistenzmechanismen aufzuspüren – ergänzend zur IT-Forensik.

Wie lange dauert eine Active-Directory-Analyse?

Das hängt vor allem von der Zahl der Domänen und Forests, der Größe des Verzeichnisses und der gewählten Variante ab. Die Datenerhebung selbst ist meist schnell erledigt; den Großteil des Aufwands machen Analyse, Validierung und ein verständlicher Bericht aus. Den Zeitrahmen stimmen wir im Scoping ab – er ist Bestandteil Ihres Festpreisangebots.

Active-Directory-Analyse anfragen

Nennen Sie uns kurz die Eckdaten Ihrer Umgebung – Anzahl der Domänen, ungefähre Zahl der Benutzerkonten und ob Entra ID im Einsatz ist. Wir melden uns für das Scoping und senden Ihnen anschließend innerhalb von 24 Stunden (an Werktagen) ein Festpreisangebot.

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