Fehlende Sicherheitsupdates
Ungepatchte Betriebssysteme, VPN-Gateways, Firewalls oder Mailserver mit öffentlich bekannten Schwachstellen. Für viele davon kursieren fertige Exploits, die Angreifer automatisiert einsetzen.
Security Services
Verifiziert statt Scanner-Rauschen.
Mit einer professionellen Schwachstellenanalyse finden wir bekannte Sicherheitslücken in Ihren Servern, Clients und Netzwerkkomponenten, bevor automatisierte Angriffe sie ausnutzen. Wir prüfen die Befunde, entfernen Fehlalarme und priorisieren nach realem Risiko – damit Ihr Team weiß, was zuerst zu tun ist.
Definition
Eine Schwachstellenanalyse – international als Vulnerability Assessment oder Network Vulnerability Assessment bezeichnet – untersucht Ihre IT-Infrastruktur systematisch auf bekannte Sicherheitslücken. Kern ist ein Schwachstellenscan: Spezialisierte Scanner gleichen Betriebssysteme, Dienste, Anwendungen und Netzwerkgeräte mit laufend aktualisierten Informationen zu öffentlich bekannten Schwachstellen (CVE) ab. So werden fehlende Updates, unsichere Konfigurationen und veraltete Verschlüsselung sichtbar.
Ein Scan allein ist allerdings noch keine Analyse. Scanner-Rohdaten enthalten Fehlalarme, Dubletten und Befunde ohne Bezug zu Ihrem tatsächlichen Risiko – und eine Liste mit Hunderten Einträgen hilft keinem IT-Team weiter. Deshalb verifizieren wir die relevanten Ergebnisse manuell, ordnen sie in Ihren Kontext ein und übersetzen sie in einen priorisierten Maßnahmenplan.
Vom Penetrationstest unterscheidet sich die Schwachstellenanalyse vor allem in der Tiefe. Sie zeigt in der Breite, wo bekannte Schwachstellen bestehen, nutzt diese aber nicht aktiv aus. Ein Penetrationstest geht weiter, verkettet Schwachstellen und belegt, welchen Schaden ein Angreifer tatsächlich anrichten könnte. Viele Unternehmen kombinieren beides als VAPT (Vulnerability Assessment and Penetration Testing).
Warum das wichtig ist: Angreifer durchsuchen das Internet automatisiert nach verwundbaren Systemen – oft schon kurz nachdem eine Schwachstelle bekannt geworden ist. Ins Visier geraten also nicht nur gezielt ausgewählte Unternehmen, sondern alle, deren Systeme aus dem Internet erreichbar sind. Regelwerke wie NIS2, ISO/IEC 27001:2022 (Anhang A, 8.8) und DORA erwarten deshalb einen geregelten Umgang mit technischen Schwachstellen. Eine regelmäßige Schwachstellenanalyse ist dafür die Grundlage.
Unser Vorgehen
Wir verbinden automatisierte Scans mit der Erfahrung aus unseren Penetrationstests. Je nach Ziel prüfen wir aus zwei Perspektiven: von außen, so wie Angreifer Ihre Systeme aus dem Internet sehen, und von innen, so wie sich Ihr Netz für jemanden darstellt, der bereits Fuß gefasst hat – etwa über einen infizierten Client.
Besonders aussagekräftig sind authentifizierte Scans. Dabei meldet sich der Scanner mit einem eigens angelegten Konto an den Zielsystemen an und liest Patchstände, installierte Software und lokale Einstellungen direkt aus. So finden wir auch Schwachstellen, die von außen unsichtbar bleiben, etwa veraltete Bibliotheken, verwundbare Client-Software oder fehlende Härtungsmaßnahmen.
Danach beginnt die eigentliche Analyse: Wir prüfen kritische und hohe Befunde manuell, sortieren Fehlalarme (False Positives) aus und bewerten jede Schwachstelle nach CVSS, Ausnutzungswahrscheinlichkeit (EPSS), verfügbaren Exploits und der Bedeutung des Systems für Ihr Geschäft. Gescannt wird schonend und in abgestimmten Zeitfenstern. Empfindliche Systeme wie OT-Komponenten oder Medizingeräte prüfen wir nur mit angepassten Profilen oder nehmen sie nach Absprache aus.
Typische Schwachstellen
Ungepatchte Betriebssysteme, VPN-Gateways, Firewalls oder Mailserver mit öffentlich bekannten Schwachstellen. Für viele davon kursieren fertige Exploits, die Angreifer automatisiert einsetzen.
Betriebssysteme und Anwendungen, für die der Hersteller keine Sicherheitsupdates mehr liefert. Jede neu entdeckte Lücke bleibt hier dauerhaft offen.
Remotedesktop (RDP), Datenbanken, Dateifreigaben oder Management-Oberflächen, die aus dem Internet erreichbar sind, obwohl sie es nicht sein müssten.
Werkspasswörter auf Druckern, Switches, Weboberflächen oder Fernwartungsschnittstellen von Servern wie IPMI – ein bequemer Einstieg für Angreifer.
TLS 1.0 und 1.1, schwache Cipher Suites, abgelaufene oder selbst signierte Zertifikate und unsichere SSH-Konfigurationen.
Klartextprotokolle wie Telnet und FTP, das veraltete SMBv1 oder SNMP mit Standard-Community-Strings – darüber lassen sich Daten mitlesen, Systeme angreifen oder Konfigurationen auslesen.
Offene Verzeichnislisten, ausführliche Fehlermeldungen, Standardseiten oder Beispielanwendungen, die Angreifern wertvolle Informationen liefern.
Vergessene Testserver, Schatten-IT oder Geräte, die in keiner Inventarliste auftauchen – und deshalb auch von keinem Patch-Prozess erfasst werden.
Varianten
Perimeter
Wir prüfen alle Systeme, die aus dem Internet erreichbar sind. Ideal als schneller Einstieg und für die regelmäßige Kontrolle Ihres Perimeters.
Authentifiziert
Wir scannen Ihre internen Netze, bevorzugt mit Anmeldung an den Systemen. So entsteht ein vollständiges Bild von Patchstand und Konfiguration.
Regelmäßig
Wir wiederholen die Analyse in festen Intervallen, z. B. monatlich oder quartalsweise, und machen Veränderungen auf einen Blick sichtbar.
Abgrenzung
Beide Verfahren ergänzen sich, beantworten aber unterschiedliche Fragen. Die Übersicht hilft Ihnen bei der Wahl.
Breite statt Tiefe: Wir identifizieren bekannte Schwachstellen in vielen Systemen gleichzeitig.
Tiefe statt Breite: Wir greifen gezielt an und zeigen, was tatsächlich möglich ist.
VAPT: Bewährt hat sich die Kombination aus regelmäßigen Schwachstellenanalysen für die Breite und gezielten Penetrationstests für die Tiefe. Die Analyse zeigt dabei oft, wo sich ein Pentest am meisten lohnt.
Penetration Testing entdeckenAblauf
Von der ersten Abstimmung bis zum Retest – klar strukturiert wie alle unsere Security Services, mit einer festen Ansprechperson bei Rootsektor und einer benannten Ansprechperson bei Ihnen.
Wir klären IP-Bereiche, Standorte, Systemtypen und Zeitfenster und entscheiden gemeinsam, ob authentifiziert gescannt wird. Innerhalb von 24 Stunden (an Werktagen) erhalten Sie anschließend Ihr Festpreisangebot.
Sie richten ein dediziertes Scan-Konto ein und informieren Ihren IT-Betrieb und gegebenenfalls Ihren IT-Dienstleister. Empfindliche Systeme legen wir als Ausnahmen fest, und Sie erfahren vorab, von welchen IP-Adressen aus wir scannen.
Wir führen die Scans durch, verifizieren die Ergebnisse und entfernen False Positives. Kritische Schwachstellen melden wir sofort – noch während der Analyse, telefonisch oder per E-Mail an die vereinbarte Ansprechperson.
Wir priorisieren jeden Befund nach CVSS, EPSS, Exploit-Verfügbarkeit und Geschäftskontext. Sie erhalten einen Bericht mit Management Summary, technischem Teil und konkreten Maßnahmen – auf Wunsch mit Abschlussbesprechung.
Nach der Behebung prüfen wir die betroffenen Systeme kostenlos erneut und stellen Ihnen eine Prüfbescheinigung aus. Bei der kontinuierlichen Variante startet danach der nächste Zyklus.
Ergebnisbericht
Unser Bericht ist kein exportierter Scanner-Report. Er erklärt der Geschäftsleitung auf wenigen Seiten, wie es um Ihre Systeme steht, und liefert Ihrem IT-Team alle Details für die Behebung – sortiert nach Dringlichkeit statt nach IP-Adresse.
Finden Sie es heraus, bevor es ein Angreifer tut. Nach dem Scoping erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden (an Werktagen) ein Festpreisangebot für Ihre Schwachstellenanalyse.
FAQ
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2932 465265-0 oder schreiben Sie an info@rootsektor.de.
Die Schwachstellenanalyse sucht in der Breite nach bekannten Schwachstellen und Fehlkonfigurationen, nutzt diese aber nicht aus. Ein Penetrationstest geht in die Tiefe: Fachleute greifen manuell an, verketten Schwachstellen und zeigen die realen Auswirkungen. Für einen soliden Basisschutz empfehlen wir regelmäßige Schwachstellenanalysen, ergänzt um Penetrationstests für kritische Systeme.
Bei einem authentifizierten Scan meldet sich der Scanner mit einem eigens angelegten Konto an den Systemen an und prüft Patchstände und Konfigurationen von innen. Das liefert deutlich vollständigere und genauere Ergebnisse als ein Scan ohne Anmeldung, der nur sieht, was ein Dienst nach außen preisgibt. Für interne Analysen empfehlen wir authentifizierte Scans deshalb fast immer.
Bei professioneller Durchführung ist das Risiko gering. Wir begrenzen die Scan-Last, stimmen Zeitfenster mit Ihnen ab und nehmen empfindliche Systeme wie ältere Spezialhardware aus oder prüfen sie mit schonenden Profilen. Für Produktionsnetze bieten wir eigene OT- und ICS-Tests an, die auf die Besonderheiten industrieller Anlagen zugeschnitten sind.
Täglich werden neue Schwachstellen veröffentlicht – eine einmalige Analyse ist daher nur eine Momentaufnahme. Bewährt haben sich Intervalle von einem bis drei Monaten sowie zusätzliche Scans nach größeren Änderungen, etwa neuen Systemen oder Umbauten im Netzwerk. Für Umgebungen mit hohem Schutzbedarf empfiehlt sich ein kontinuierlicher Prozess.
Scanner melden regelmäßig Schwachstellen, die tatsächlich nicht bestehen – etwa weil ein Hersteller Sicherheitskorrekturen zurückportiert, ohne die Versionsnummer zu ändern. Wir verifizieren relevante Befunde manuell, z. B. durch gezielte Prüfungen oder den Abgleich mit dem tatsächlichen Patchstand. Im Bericht kennzeichnen wir transparent, welche Befunde bestätigt wurden.
Ausgangspunkt ist die Bewertung nach CVSS. Zusätzlich berücksichtigen wir die Ausnutzungswahrscheinlichkeit nach EPSS, ob öffentliche Exploits existieren oder die Schwachstelle bereits aktiv angegriffen wird, und wie kritisch das betroffene System für Ihr Unternehmen ist. So kann eine mittelschwere Lücke auf einem aus dem Internet erreichbaren VPN-Gateway dringender sein als eine kritische auf einem isolierten Testsystem.
Ja. Als Partner von Greenbone unterstützen wir Sie beim Aufbau eines eigenen Schwachstellenmanagements – von der Einrichtung über Scan-Richtlinien bis zur Auswertung. Greenbone kann Systeme zudem automatisiert gegen ausgewählte Bausteine des IT-Grundschutz-Kompendiums prüfen. Auf Wunsch übernehmen wir weiterhin die Verifizierung und Priorisierung der Ergebnisse. Mehr dazu erfahren Sie auf unserer Seite zu Greenbone.
Ja. NIS2 nennt das Management und die Offenlegung von Schwachstellen ausdrücklich als Teil des Risikomanagements, ISO/IEC 27001:2022 sieht in Anhang A (8.8) die Handhabung technischer Schwachstellen vor, und DORA zählt Schwachstellenbewertungen und -scans zu den Tests der digitalen operationalen Resilienz. Bericht und Prüfbescheinigung dokumentieren Ihre Maßnahmen nachvollziehbar, z. B. gegenüber Auditoren.
Teilen Sie uns mit, welche Netze und Systeme geprüft werden sollen und ob Sie eine einmalige oder eine regelmäßige Analyse planen. Wir melden uns für ein kurzes Scoping und senden Ihnen anschließend innerhalb von 24 Stunden (an Werktagen) ein Festpreisangebot.
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