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Incident Response & Forensik

Hackerangriff – was tun? Soforthilfe im IT-Notfall

Besonnen handeln, wenn jede Stunde zählt.

Hackerangriff – was tun? Trennen Sie betroffene Systeme vom Netzwerk, schalten Sie sie aber nicht aus, und holen Sie sich Unterstützung. Wir helfen Ihnen remote und vor Ort, den Angriff einzudämmen, Spuren zu sichern, Ihre Systeme sauber wiederherzustellen und Meldepflichten einzuhalten.

  • 24/7-Notfall-Hotline
  • Remote & vor Ort
  • Unterstützung bei Meldepflichten

Erste Orientierung

Hackerangriff: Was tun in den ersten Stunden?

Ein Hackerangriff kündigt sich selten eindeutig an. Meist fällt er auf, weil der Virenschutz anschlägt, Konten gesperrt werden, ein Server ungewöhnlich viele Daten versendet oder sich Dateien nicht mehr öffnen lassen. Dann stellt sich die Frage: Was ist jetzt zu tun – und was auf keinen Fall?

In den ersten Stunden entscheidet sich, wie groß der Schaden wird. Wer betroffene Systeme vorschnell herunterfährt, neu aufsetzt oder sich mit Administratorkonten auf kompromittierten Rechnern anmeldet, vernichtet Spuren oder liefert den Angreifern weitere Zugangsdaten. Wer zu lange zögert, gibt ihnen Zeit, Daten abzuziehen und Backups zu zerstören.

Bewahren Sie Ruhe, isolieren Sie betroffene Systeme vom Netzwerk, ohne sie auszuschalten, und melden Sie sich dort nicht mit privilegierten Konten an – so empfiehlt es auch das BSI in seinem Arbeitspapier „Erste Hilfe bei einem schweren IT-Sicherheitsvorfall“. Notieren Sie Beobachtungen mit Uhrzeit, stimmen Sie sich über unabhängige Kanäle wie Mobiltelefone ab und holen Sie frühzeitig externe Unterstützung.

Genau dafür gibt es unsere IT-Notfall-Soforthilfe: Wir verschaffen uns mit Ihnen ein Lagebild, stoppen die Ausbreitung, klären den Angriffsweg auf und begleiten den sauberen Wiederanlauf. Parallel behalten wir Meldepflichten nach DSGVO, NIS2 oder DORA, die Abstimmung mit Ihrem Cyber-Versicherer, die Information von Beschäftigten und Kunden sowie die Frage einer Strafanzeige im Blick.

Unser Vorgehen

So unterstützen wir Sie bei einem Cyberangriff

Alles beginnt mit Ihrem Anruf bei unserer IT-Notfall-Hotline oder einer Meldung über das Notfall-Formular. Im ersten Gespräch klären wir, was beobachtet wurde, welche Systeme betroffen sein könnten und welche Prozesse stillstehen. Sie erhalten erste Handlungsempfehlungen, und wir legen gemeinsam fest, ob wir remote, vor Ort oder kombiniert unterstützen.

Danach arbeiten wir auf zwei Ebenen: Technisch dämmen wir den Angriff ein, sichern flüchtige und persistente Spuren und suchen nach dem Einfallstor sowie nach weiteren kompromittierten Systemen und Konten. Organisatorisch liefern wir Ihrem Krisenstab belastbare Fakten für Entscheidungen über Abschaltungen, Notbetrieb, Meldungen und Kommunikation.

Wir orientieren uns an anerkannten Empfehlungen und Standards wie dem IT-Grundschutz-Baustein DER.2.1 „Behandlung von Sicherheitsvorfällen“ des BSI, ISO/IEC 27035 und NIST SP 800-61 Rev. 3. Ein Grundsatz gilt: Wiederhergestellt wird möglichst erst, wenn Einfallstor und Hintertüren bekannt und geschlossen sind – sonst stehen die Angreifer womöglich bald wieder im Netz.

Vorfall schildern
Erst das Lagebild, dann die Entscheidung.

Typische Anzeichen

Woran Sie einen Hackerangriff erkennen

Verschlüsselte Dateien und Erpresserschreiben

Dateien tragen neue Endungen und lassen sich nicht mehr öffnen, auf Bildschirmen liegt eine Lösegeldforderung. Dann läuft ein Ransomware-Angriff – mehr dazu bei unserer Ransomware-Notfallhilfe.

Unbekannte Konten und Anmeldungen

Neue Administratorkonten, Anmeldungen zu ungewöhnlichen Zeiten oder von fremden Standorten und MFA-Anfragen, die niemand ausgelöst hat.

Abgeschaltete Schutzmechanismen

Virenschutz oder EDR sind deaktiviert, Protokolle gelöscht, Schattenkopien entfernt – typische Vorbereitungen, bevor Angreifer zuschlagen.

Alarme aus EDR, SIEM oder Firewall

Meldungen zu Werkzeugen, die Passwörter aus dem Arbeitsspeicher auslesen, zu verdächtigen PowerShell-Befehlen oder zu Verbindungen mit bekannten Command-and-Control-Servern.

Ungewöhnlicher Datenverkehr

Große Datenmengen fließen nachts zu Cloud-Speichern oder unbekannten Zielen, Server bauen unerklärliche Verbindungen ins Internet auf.

Manipulierte E-Mail-Postfächer

Unbekannte Weiterleitungsregeln, Phishing-Mails aus Ihrem eigenen Postfach oder Rechnungen mit plötzlich geänderter Bankverbindung.

Hinweise von außen

Kunden melden verdächtige E-Mails in Ihrem Namen, Zugangsdaten tauchen im Darknet auf, oder Provider, BSI oder Polizei weisen auf Auffälligkeiten hin.

Leistungsumfang

Was wir im IT-Notfall für Sie tun

Je nach Lage kombinieren wir die folgenden Leistungen – abgestimmt auf Ihre Prioritäten.

Einsatzformen

Remote, vor Ort oder beides

Wie wir unterstützen, richtet sich nach der Lage. Häufig beginnen wir remote und kommen bei Bedarf zu Ihnen.

  • Ohne Anreise

    Remote-Unterstützung

    Wir arbeiten über einen sicheren Fernzugang und leiten Ihr IT-Team oder Ihren Dienstleister an.

    • Auswertung von Protokollen, EDR- und Cloud-Daten
    • Anleitung bei Sofortmaßnahmen und Eindämmung
    • Gut geeignet für Cloud-Dienste wie Microsoft 365
  • Deutschland & international

    Einsatz vor Ort

    Sollen Datenträger gesichert, Netze physisch getrennt oder ein Krisenstab begleitet werden, arbeiten wir direkt bei Ihnen.

    • Forensische Sicherung von Datenträgern und Arbeitsspeicher
    • Begleitung Ihres Krisenstabs
    • Unterstützung beim Wiederaufbau
  • Remote & vor Ort

    Kombinierter Einsatz

    Bei größeren Vorfällen verbinden wir beides: Ein Teil des Teams analysiert remote, ein anderer sichert Spuren und koordiniert bei Ihnen.

    • Parallele Analyse und Beweissicherung
    • Feste Ansprechperson für Ihren Krisenstab
    • Gemeinsame Lagebesprechungen

Ablauf

So läuft ein Notfalleinsatz ab

Wie im gesamten Bereich Incident Response & Forensik folgen wir den bewährten Phasen der Vorfallsbehandlung. Umfang und Angebot stimmen wir individuell mit Ihnen ab.

  1. 01

    Erstkontakt & Triage

    Sie schildern die Lage über die Notfall-Hotline oder das Notfall-Formular. Wir geben erste Empfehlungen, klären Ziele und Auftragsumfang und legen fest, ob wir remote oder vor Ort starten.

  2. 02

    Erkennung & Analyse

    Wir sichern Spuren und ermitteln, welche Systeme, Konten und Daten betroffen sind.

  3. 03

    Eindämmung

    Wir stoppen die Ausbreitung, schließen Angreiferzugänge und schützen intakte Backups vor weiteren Zugriffen.

  4. 04

    Beseitigung

    Hintertüren und Persistenzmechanismen werden entfernt, das Einfallstor geschlossen, kompromittierte Zugangsdaten zurückgesetzt und betroffene Systeme neu aufgebaut.

  5. 05

    Wiederherstellung

    Wir begleiten den priorisierten Wiederanlauf aus geprüften Backups und achten gemeinsam mit Ihrem Team auf Anzeichen erneuter Aktivität.

  6. 06

    Nachbereitung

    Abschlussbericht, Lessons Learned und priorisierte Maßnahmen, damit sich der Vorfall nicht wiederholt.

Ihre Vorteile

Warum Rootsektor im IT-Notfall

  • Erreichbar, wenn es darauf ankommt

    Außerhalb der Geschäftszeiten ist unsere Rufnummer die 24/7-Notfall-Hotline – auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen.

  • Angreiferwissen aus der Praxis

    Als Penetrationstester kennen wir die Techniken von Angreifern aus eigener Anwendung – und wissen, wo sie Spuren und Hintertüren hinterlassen.

  • Unabhängig und objektiv

    Wir sind unabhängig von Herstellern und Dienstleistern – auch von Ihrem IT-Dienstleister – und bewerten den Vorfall ohne Interessenkonflikte.

  • Technik und Organisation aus einer Hand

    Forensik, Wiederanlauf, Meldepflichten und Versicherer-Abstimmung greifen ineinander – koordiniert über eine feste Ansprechperson.

INCIDENT-REPORT · ZEITLEISTE · LESSONS LEARNED

Abschlussbericht

Vom Lagebild zum Abschlussbericht

Während des Einsatzes erhält Ihr Krisenstab regelmäßig aktualisierte Lagebilder. Zum Abschluss dokumentieren wir den Vorfall nachvollziehbar – für Geschäftsleitung, IT, Versicherer, Behörden und, falls nötig, für ein Gerichtsverfahren. Befunde sind mit Quellen und Zeitstempeln belegt, Fakten und Annahmen klar getrennt.

  • Management Summary mit Ursache, Auswirkungen und aktuellem Stand
  • Zeitleiste vom Erstzugriff bis zur Eindämmung
  • Betroffene Systeme, Konten und Daten
  • Ergriffene Maßnahmen und Stand der Bereinigung
  • Technische Fakten für Meldungen und Versicherer
  • Lessons Learned und priorisierte Maßnahmenempfehlungen

Akuter Angriff? Rufen Sie uns jetzt an.

Unter +49 2932 465265-0 erreichen Sie uns Mo–Fr 08:00–17:00 Uhr; außerhalb dieser Zeiten ist dieselbe Nummer unsere 24/7-Notfall-Hotline. Je früher wir die Lage kennen, desto mehr Spuren lassen sich sichern.

FAQ

Häufige Fragen zur IT-Notfallhilfe

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2932 465265-0 oder schreiben Sie an info@rootsektor.de.

Was sollten wir bei einem Hackerangriff als Erstes tun?

Bewahren Sie Ruhe und trennen Sie betroffene Systeme vom Netzwerk – Kabel ziehen, WLAN trennen –, aber schalten Sie sie nicht aus: Im Arbeitsspeicher liegen flüchtige Spuren wie laufende Prozesse und Netzwerkverbindungen, die sonst verloren gehen. Nur wenn eine Verschlüsselung läuft und sich ein System nicht isolieren lässt, kann Ausschalten das kleinere Übel sein. Melden Sie sich nicht mit Administratorkonten an verdächtigen Systemen an, löschen Sie nichts, notieren Sie Beobachtungen mit Uhrzeit und rufen Sie unsere Notfall-Hotline an – notfalls per Mobiltelefon, falls Telefonanlage oder E-Mail betroffen sind.

Müssen wir den Vorfall melden?

Das hängt vom Vorfall und von Ihrem Unternehmen ab. Sind personenbezogene Daten betroffen, ist die Datenschutzaufsicht nach Art. 33 DSGVO in der Regel unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden nach Bekanntwerden zu informieren; bei hohem Risiko müssen nach Art. 34 DSGVO auch die betroffenen Personen benachrichtigt werden. Einrichtungen unter NIS2 – auch Betreiber kritischer Anlagen – melden erhebliche Sicherheitsvorfälle an die gemeinsame Meldestelle von BSI und BBK: frühe Erstmeldung binnen 24 Stunden, Meldung binnen 72 Stunden, Abschlussmeldung spätestens einen Monat nach der Meldung. Finanzunternehmen melden schwerwiegende IKT-bezogene Vorfälle nach DORA an ihre Aufsicht. Wir liefern die technischen Fakten – die rechtliche Bewertung treffen Sie mit Ihrer Datenschutz- und Rechtsberatung.

Sollten wir die Polizei einschalten?

Wir empfehlen es, ebenso wie BSI und Polizei. Für Unternehmen haben die Landeskriminalämter und das Bundeskriminalamt Zentrale Ansprechstellen Cybercrime (ZAC) eingerichtet, die Betroffene beraten und bei der Anzeige unterstützen. Wichtig ist, dass Spuren sauber gesichert und dokumentiert sind. Auf Wunsch bereiten wir unsere Ergebnisse für die Übergabe an die Ermittlungsbehörden auf.

Arbeiten Sie mit unserem IT-Dienstleister und unserer Cyber-Versicherung zusammen?

Ja. Ihr IT-Dienstleister kennt Ihre Umgebung am besten – wir arbeiten eng mit ihm zusammen und ergänzen ihn um forensische Expertise. Informieren Sie Ihre Cyber-Versicherung frühzeitig, denn viele Policen enthalten Vorgaben für den Schadenfall. Auf Wunsch stimmen wir uns direkt mit dem Versicherer ab.

Brauchen wir vorab einen Vertrag mit Ihnen?

Nein. Bereitschaftsverträge (Retainer) bieten wir nicht an – Hotline und Notfall-Formular stehen Ihnen auch ohne bestehende Geschäftsbeziehung offen. Umfang und individuelles Angebot stimmen wir im Ernstfall direkt mit Ihnen ab. Vorbereiten können Sie sich mit einem Incident-Response-Plan, der festlegt, wer entscheidet und wen Sie anrufen.

Wie verhindern wir, dass sich der Vorfall wiederholt?

Auf Basis der Lessons Learned sind typische nächste Schritte gezieltes Penetration Testing der ausgenutzten Einfallstore, ein Notfallplan mit Playbooks und Krisen- & Tabletop-Übungen. Mit Forensic Readiness sorgen Sie dafür, dass beim nächsten Mal alle nötigen Spuren vorhanden sind.

Sicherheitsvorfall melden

Schildern Sie kurz, was passiert ist, und hinterlassen Sie eine Rückrufnummer. Wenn es eilt, rufen Sie uns zusätzlich an: +49 2932 465265-0 – außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie unter dieser Nummer unsere 24/7-Notfall-Hotline.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Unter dieser Nummer rufen wir Sie zurück. Geben Sie am besten eine Mobilnummer an – Ihre Telefonanlage könnte vom Vorfall betroffen sein.

Für die Eingangsbestätigung mit Vorgangsnummer. Ist Ihr E-Mail-System betroffen, geben Sie bitte eine andere Adresse an.

Wählen Sie, was am ehesten zutrifft – im Zweifel „Sonstiges“.

Betrieb beeinträchtigt?

Stark: Zentrale Systeme oder Abläufe stehen still. Teilweise: Einzelne Systeme, Standorte oder Abteilungen sind betroffen. Nein: Der Betrieb läuft normal, es besteht aber ein Verdacht.

Wann haben Sie den Vorfall bemerkt – und gibt es Hinweise, seit wann er besteht?

Stichworte genügen. Bitte keine Passwörter oder Zugangsdaten eingeben.

Wir verwenden Ihre Angaben ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Notfallmeldung und zur Kontaktaufnahme mit Ihnen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Bitte senden Sie über dieses Formular keine Passwörter oder Zugangsdaten.