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Penetration Testing

WLAN-Penetrationstest für Unternehmen

Ihr Funknetz endet nicht an der Bürowand

Für einen Angriff auf Ihr WLAN braucht niemand Zutritt zum Gebäude – ein Platz in Funkreichweite genügt. Mit einem WLAN-Penetrationstest prüfen wir Verschlüsselung, Authentifizierung, Gäste-WLAN und die Trennung zum internen Netz und zeigen Ihnen, ob aus einem WLAN-Zugang ein Zugriff auf Ihre Systeme wird.

  • Festpreis nach Scoping
  • Kostenloser Retest
  • Angebot in 24 h

Definition

Was ist ein WLAN-Penetrationstest?

Ein WLAN-Penetrationstest – auch Wireless Pentest genannt – ist eine Sicherheitsprüfung Ihrer Funknetze aus der Sicht eines Angreifers in Reichweite – auf dem Parkplatz, im Treppenhaus oder im Nachbarbüro. Wir untersuchen, ob sich Verschlüsselung und Authentifizierung aushebeln lassen, ob Unbefugte über Gäste- oder Firmen-WLAN in Ihr internes Netz gelangen und ob nicht autorisierte Access Points Ihre Schutzmaßnahmen unterlaufen.

WLANs sind eine besondere Angriffsfläche. Das Signal reicht über Gebäudegrenzen hinaus – und mit einer Richtantenne lässt es sich auch aus deutlich größerer Entfernung empfangen. Die Firewall am Internetübergang spielt keine Rolle, und viele Angriffe hinterlassen in klassischen Logdateien kaum Spuren. Hinzu kommen Endgeräte, die sich automatisch mit bekannten Netzwerknamen verbinden – und damit unter Umständen auch mit einem täuschend echt nachgebauten Access Point.

Wir prüfen alle gängigen Verfahren: WPA2- und WPA3-Personal mit Pre-Shared Key bzw. SAE, WPA2- und WPA3-Enterprise mit 802.1X und EAP-Methoden wie PEAP, EAP-TTLS oder EAP-TLS sowie Gäste-WLANs mit Captive Portal. Neben Controllern und Access Points testen wir auch das Verhalten Ihrer Clients, denn viele erfolgreiche WLAN-Angriffe zielen auf Laptops und Smartphones statt auf die Infrastruktur.

Methodisch orientieren wir uns an OSSTMM und NIST SP 800-115 sowie an den IT-Grundschutz-Bausteinen NET.2.1 „WLAN-Betrieb“ und NET.2.2 „WLAN-Nutzung“ des BSI. Unternehmen, die Kartenzahlungsdaten verarbeiten, müssen nach PCI DSS 4.0.1 (Anforderung 11.2) zudem regelmäßig nach nicht autorisierten Access Points suchen. Ein WLAN-Pentest zeigt, wie gut Ihre Kontrollen in der Praxis funktionieren; mit der Prüfbescheinigung belegen Sie die unabhängige Prüfung gegenüber Dritten.

Unser Vorgehen

So testen wir Ihr WLAN vor Ort

Ein WLAN lässt sich nur dort testen, wo es funkt. Deshalb kommen wir zu Ihnen – in Deutschland und international. Zunächst erfassen wir passiv alle Funknetze, Access Points und Clients in den genutzten Frequenzbändern, ermitteln Verschlüsselung und Authentifizierungsverfahren und prüfen, wie weit Ihr Signal über das Gelände hinausreicht.

Danach greifen wir gezielt an. Wir zeichnen Handshakes auf und prüfen die Stärke Ihres Pre-Shared Keys offline, bauen Evil-Twin-Szenarien mit eigenem RADIUS-Server auf, testen die Zertifikatsprüfung Ihrer Clients und versuchen, aus dem Gäste-WLAN in interne Netze zu gelangen. Störende Maßnahmen wie Deauthentication-Angriffe setzen wir nur in abgestimmten Zeitfenstern ein. Netze Ihrer Nachbarn bleiben selbstverständlich unberührt.

Testanforderungen besprechen
Funkreichweite endet nicht an der Grundstücksgrenze – Angriffe auch nicht.

Typische Schwachstellen

Typische Schwachstellen in WLAN-Umgebungen

Schwacher oder nie geänderter Pre-Shared Key

Bei WPA2-Personal genügen ein aufgezeichneter Handshake oder die PMKID eines Access Points, um das Passwort offline anzugreifen. Ist es kurz, erratbar oder seit Jahren unverändert und vielen ehemaligen Beschäftigten bekannt, ist das Netz faktisch offen.

Fehlende Zertifikatsprüfung bei 802.1X

Prüfen Clients das Zertifikat des RADIUS-Servers nicht konsequent, lassen sie sich mit einem Evil Twin verbinden. Bei PEAP-MSCHAPv2 fallen dabei Challenge-Response-Daten an, die sich offline angreifen lassen, bei EAP-TTLS mit PAP sogar Klartext-Passwörter – häufig die Domänenzugangsdaten.

WPA3-Übergangsmodus und fehlendes PMF

Der Mischbetrieb aus WPA3 und WPA2 erlaubt Downgrade-Angriffe auf das schwächere Verfahren. Ohne Protected Management Frames (802.11w) lassen sich Clients zudem gezielt vom Netz trennen und auf einen gefälschten Access Point umleiten.

Unzureichend isoliertes Gäste-WLAN

Gäste erreichen interne Server, Drucker oder die Weboberfläche des WLAN-Controllers, oder Geräte im Gästenetz können sich gegenseitig angreifen. Captive Portals lassen sich zudem oft per MAC-Spoofing umgehen.

Rogue Access Points

Ein mitgebrachter Router an einer Netzwerkdose oder ein vergessener Test-Access-Point umgeht die Sicherheitsvorgaben Ihres WLANs. Ohne Port-Authentifizierung am Switch entsteht so ein unkontrollierter Zugang ins LAN.

Evil Twin und Captive-Portal-Phishing

Angreifer betreiben einen Access Point mit dem Namen Ihres Netzes und präsentieren eine täuschend echte Anmeldeseite. Geräte, die nach bekannten Netzen suchen, verbinden sich unter Umständen sogar automatisch.

Fehlkonfigurierte Controller und Access Points

Standardpasswörter, veraltete Firmware, aktiviertes WPS, schwache SNMP-Community-Strings oder Managementoberflächen, die aus dem WLAN erreichbar sind.

MAC-Adresse als einzige Zugangskontrolle

Drucker, Scanner oder IoT-Geräte, die sich nur über ihre MAC-Adresse authentisieren (MAC Authentication Bypass), lassen sich leicht imitieren – wer die MAC-Adresse kopiert, erhält denselben Netzzugang.

Prüfumfang

Was wir im WLAN-Pentest prüfen

Den Umfang stimmen wir im Scoping auf Ihre Standorte, Netzwerknamen (SSIDs) und Einsatzzwecke ab.

Testperspektiven

Drei Perspektiven auf Ihr Funknetz

Ein vollständiger WLAN-Test kombiniert die Sicht einer fremden Person, eines Gastes und eines berechtigten Geräts. Je nach Ziel lassen sich die Perspektiven auch einzeln beauftragen.

  • Fremde Person in Reichweite

    Ohne Zugangsdaten

    Wir agieren wie jemand auf dem Parkplatz, der weder Passwort noch Benutzerkonto besitzt.

    • Erfassung aller SSIDs, Access Points und Clients
    • Angriffe auf PSK, SAE und 802.1X
    • Evil-Twin-Szenarien gegen Ihre Endgeräte
  • Besuchende

    Mit Gastzugang

    Wir nutzen das Gäste-WLAN so, wie es Besuchende und externe Servicekräfte tun.

    • Client-Isolation und Captive Portal
    • Erreichbarkeit interner Netze und Managementoberflächen
    • Ausbruchsversuche aus dem Gäste-VLAN
  • Berechtigtes Gerät

    Mit Firmenzugang

    Wir testen mit einem Firmengerät oder regulären Benutzerkonto – etwa als Simulation eines kompromittierten Laptops.

    • Segmentierung zu Server-, OT- und Managementnetzen
    • Rechte eines WLAN-Clients im internen Netz
    • Nahtloser Übergang in den internen Pentest

Ablauf

So läuft Ihr WLAN-Pentest ab

Weil wir vor Ort arbeiten, planen wir Termine, Zugänge und Ansprechpersonen sorgfältig im Voraus – ansonsten gilt unser bewährtes Vorgehen im Penetration Testing.

  1. 01

    Scoping & Planung

    Wir klären Standorte, SSIDs, Frequenzbänder, Testperspektiven, Zeitfenster und Ausschlüsse. Innerhalb von 24 Stunden (werktags) nach dem Scoping erhalten Sie ein Festpreisangebot.

  2. 02

    Funkaufklärung vor Ort

    Wir erfassen passiv alle Netze, Access Points und Clients, kartieren die Reichweite Ihres Signals und identifizieren nicht autorisierte Geräte.

  3. 03

    Angriffe auf die Authentifizierung

    Wir testen PSK, SAE und 802.1X, simulieren Evil-Twin-Angriffe und prüfen das Verhalten Ihrer Clients – abgestimmt und kontrolliert.

  4. 04

    Segmentierung & Pivoting

    Aus Gäste- und Firmen-WLAN prüfen wir, welche internen Systeme erreichbar sind und wie weit ein Angreifer von dort kommt.

  5. 05

    Bericht & Abschlussbesprechung

    Sie erhalten eine Management Summary, Befunde mit CVSS-Bewertung und konkrete Konfigurationsempfehlungen für Controller, RADIUS und Clients.

  6. 06

    Retest & Prüfbescheinigung

    Nach Ihrer Umstellung prüfen wir die behobenen Schwachstellen kostenlos erneut. Nach Abschluss des Tests erhalten Sie zudem eine Prüfbescheinigung.

Ihre Vorteile

Warum Rootsektor für Ihren WLAN-Pentest

  • Vor Ort an Ihren Standorten

    Für die Funktests sind wir bei Ihnen – im In- und Ausland.

  • Festpreis nach dem Scoping

    Planbare Kosten ohne Nachforderungen für den vereinbarten Umfang – auch wenn mehrere Standorte geprüft werden.

  • Kostenloser Retest

    Nach Ihrer Umstellung, etwa auf EAP-TLS oder WPA3, prüfen wir die behobenen Schwachstellen ohne Zusatzkosten.

  • Prüfbescheinigung

    Belegen Sie gegenüber Kunden, Partnern, Versicherern und Auditoren, dass Ihre Funknetze unabhängig geprüft wurden.

WLAN · WPA2/WPA3 · 802.1X · SEGMENTIERUNG

Ergebnisbericht

Klare Ergebnisse für Netzwerkteam und Management

Unser Bericht beschreibt jeden Befund mit Belegen, Risikobewertung und einer umsetzbaren Empfehlung – von der passenden EAP-Methode über Zertifikatsprofile für Ihre Clients bis zu Firewall-Regeln zwischen WLAN und LAN. So weiß Ihr Netzwerkteam genau, was zu tun ist, und die Geschäftsführung, wie es um die Sicherheit Ihrer Funknetze steht.

  • Management Summary mit Gesamtbewertung
  • Übersicht der erfassten Netze und Access Points inklusive nicht autorisierter Geräte
  • Befunde mit CVSS-Bewertung und Belegen
  • Konkrete Konfigurationsempfehlungen für Controller, RADIUS und Clients
  • Abschlussbesprechung auf Wunsch
  • Kostenloser Retest und Prüfbescheinigung

Wie sicher ist Ihr WLAN wirklich?

Finden Sie es heraus, bevor es jemand in Funkreichweite tut. Wir planen den Test so, dass Ihr Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird.

FAQ

Häufige Fragen zum WLAN-Penetrationstest

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2932 465265-0 oder schreiben Sie an info@rootsektor.de.

Muss der WLAN-Pentest vor Ort stattfinden?

Ja, für die eigentlichen Funktests müssen wir in Reichweite Ihrer Netze sein. Deshalb kommen wir an Ihre Standorte – auch international. Einzelne Teile wie die Prüfung von Controller- oder RADIUS-Konfigurationen lassen sich bei Bedarf auch remote erledigen.

Ist WPA3 automatisch sicher?

WPA3 ist ein großer Fortschritt: SAE schützt vor Offline-Angriffen auf das Passwort, und Protected Management Frames sind verpflichtend. In der Praxis läuft WPA3 aber oft im Übergangsmodus mit WPA2, was Downgrade-Angriffe ermöglicht. Bei WPA3-Enterprise bleibt außerdem die korrekte Zertifikatsprüfung der Clients entscheidend.

Was ist ein Evil-Twin-Angriff?

Bei einem Evil Twin baut ein Angreifer ein WLAN mit demselben Namen wie Ihr Firmen- oder Gästenetz nach. Verbinden sich Geräte damit, kann er den Datenverkehr mitlesen, Anmeldedaten über eine gefälschte Portalseite abgreifen oder bei schlecht konfiguriertem 802.1X Domänenzugangsdaten erbeuten. Wir prüfen, ob Ihre Clients auf solche Fälschungen hereinfallen.

Testen Sie auch unser Gäste-WLAN?

Ja – und wir empfehlen es ausdrücklich, denn für Außenstehende ist das Gäste-WLAN oft der einfachste Weg in Ihr Netz. Wir prüfen, ob es sauber vom Firmennetz getrennt ist, ob Gäste untereinander isoliert sind, ob sich das Captive Portal umgehen lässt und ob interne Systeme oder Managementoberflächen erreichbar sind.

Stört der Test unseren WLAN-Betrieb?

Die meisten Tests sind passiv oder betreffen nur unsere eigenen Testgeräte. Aktive Maßnahmen, die Clients kurzzeitig vom Netz trennen können, etwa Deauthentication-Angriffe, setzen wir nur nach Absprache und in vereinbarten Zeitfenstern ein. Störsender verwenden wir nicht.

Was unterscheidet einen WLAN-Pentest von einer WLAN-Ausleuchtung?

Eine Ausleuchtung (Site Survey) klärt, ob Ihr Funknetz überall zuverlässig funktioniert – sie dient der Planung von Access-Point-Standorten, Kanälen und Sendeleistung. Ein WLAN-Pentest fragt dagegen, ob es sicher ist: Wir versuchen aktiv, Authentifizierung und Segmentierung zu überwinden, und weisen nach, welche Schwachstellen ausnutzbar sind. Die Reichweite Ihres Signals außerhalb des Geländes erfassen wir dabei als Sicherheitsaspekt mit.

Können Sie auch Bluetooth-Geräte prüfen?

Ja, optional. Wir prüfen, welche Bluetooth- und BLE-Geräte in Ihrer Umgebung sichtbar sind, wie sie gekoppelt werden und ob Dienste ohne Authentifizierung zugänglich sind. Für eigene Produkte mit Bluetooth-Schnittstelle empfehlen wir einen vertieften IoT-Penetrationstest.

Wie oft sollten wir unser WLAN testen lassen?

Als Richtwert empfehlen wir eine jährliche Prüfung. Zusätzlich lohnt sich ein Test, wenn sich an Ihrem Funknetz etwas Grundlegendes ändert – zum Beispiel beim Umstieg auf WPA3 oder EAP-TLS oder beim Austausch der WLAN-Hardware. Die Suche nach nicht autorisierten Access Points gehört unabhängig davon in den laufenden Betrieb; für Umgebungen mit Kartenzahlungsdaten fordert PCI DSS 4.0.1 sie mindestens alle drei Monate.

Lassen Sie Ihr WLAN prüfen

Nennen Sie uns Ihre Standorte und Netze. Wir melden uns für ein unverbindliches Erstgespräch und senden Ihnen nach dem Scoping innerhalb von 24 Stunden (werktags) ein Festpreisangebot.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Für Rückfragen oder einen Rückruf

Wir melden uns dazu bei Ihnen und unterzeichnen die Vertraulichkeitsvereinbarung auf Wunsch vor dem ersten Gespräch – gern auch auf Basis Ihrer eigenen Vorlage.

Wir verwenden Ihre Angaben ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Bitte senden Sie uns über dieses Formular keine Passwörter oder Zugangsdaten.