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Penetration Testing

Social-Engineering-Tests & physische Pentests

Informationssicherheit ist eine Teamaufgabe

Wer an Ihrer Firewall scheitert, versucht es bei Ihren Mitarbeitenden – per E-Mail, am Telefon oder direkt an der Eingangstür. Unsere autorisierten Social-Engineering-Tests zeigen, wo Manipulation bei Ihnen funktionieren würde und wie Sie Prozesse, Technik und Ihr Team gezielt stärken.

  • Festpreis nach Scoping
  • Kostenloser Retest technischer Befunde
  • Angebot in 24 h

Definition

Was ist ein Social-Engineering-Pentest?

Ein Social-Engineering-Pentest prüft die menschliche Seite Ihrer Informationssicherheit. Statt Server und Anwendungen anzugreifen, simulieren wir die Methoden, mit denen Angreifer Beschäftigte zu folgenreichen Handlungen verleiten: ein Klick auf einen präparierten Link, ein Passwort am Telefon, eine freundlich aufgehaltene Tür. Ziel ist nicht, Fehler einzelner Personen zu sammeln, sondern Lücken in Abläufen, Kontrollen und Schulungen sichtbar zu machen.

Der Faktor Mensch entscheidet oft darüber, ob ein Angriff gelingt. Gut vorbereitete Beschäftigte sind Ihr wichtigster Erfolgsfaktor – wer dagegen nie für Manipulation sensibilisiert wurde, wird fast zwangsläufig zum Risiko. Viele Angriffe beginnen digital; kommt der Angreifer technisch nicht weiter, nimmt er gezielt Ihr Team ins Visier. Ohne das Mitdenken aller bleiben Lücken, die weder Firewall noch Richtlinie allein schließen können.

Wir testen auf drei Ebenen: digital über E-Mail, SMS, Messenger und gefälschte Webseiten, analog am Telefon, per Briefpost oder im persönlichen Gespräch und physisch beim Zutritt zu Gebäuden, Büros und Serverräumen. Je nach Ziel kombinieren wir die Ebenen zu einem durchgängigen Szenario – so, wie es ein echter Angreifer auch tun würde.

Für viele Unternehmen ist das zugleich eine Nachweisfrage: Die DSGVO nennt in Art. 32 ein Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung der Wirksamkeit technischer und organisatorischer Maßnahmen. ISO/IEC 27001:2022 sieht Maßnahmen zur Sensibilisierung (A.6.3) und zur physischen Sicherheit (A.7) vor, und NIS2 nennt Cyberhygiene und Schulungen ausdrücklich als Teil des Risikomanagements. Ein Social-Engineering-Pentest zeigt, ob diese Maßnahmen im Alltag tatsächlich greifen.

Unser Vorgehen

So läuft ein Social-Engineering-Test bei uns ab

Jeder Test beginnt mit Aufklärung – genau wie ein echter Angriff. In einer OSINT-Recherche tragen wir zusammen, was über Ihr Unternehmen öffentlich bekannt ist: E-Mail-Formate, Namen und Rollen aus Karrierenetzwerken, Stellenanzeigen, Fotos von Gebäuden und Ausweisen. Daraus entwickeln wir glaubwürdige Legenden, die zu Ihrem Unternehmen passen – etwa die Rückfrage eines vermeintlichen Lieferanten, den Anruf des „IT-Supports“ oder den Techniker, der angeblich die Brandmeldeanlage warten soll.

Szenarien, Zeitfenster und Grenzen legen wir vorab schriftlich fest, und Sie geben jede Legende frei, bevor sie zum Einsatz kommt. Nur ein kleiner Kreis Eingeweihter kennt Termin und Ablauf; eine benannte Ansprechperson kann den Test jederzeit stoppen. Wir dokumentieren jeden Schritt sorgfältig und werten am Ende aus, welche Kontrollen gegriffen haben und wo Prozesse nachgeschärft werden sollten.

Testszenario besprechen
Digital, analog, physisch – wir prüfen die Wege, über die Angreifer Menschen manipulieren.

Typische Angriffsszenarien

Social-Engineering-Angriffe, die wir für Sie simulieren

Phishing & Spear-Phishing

Breit gestreute E-Mails mit gefälschten Login-Seiten oder gezielte Nachrichten an ausgewählte Personen und Abteilungen. Moderne Kampagnen hebeln über Adversary-in-the-Middle-Proxys sogar klassische Multi-Faktor-Authentifizierung aus.

CEO-Fraud & Whaling

Angreifer geben sich als Geschäftsführung aus und drängen Buchhaltung oder Assistenz zu eiligen, vertraulichen Überweisungen – oder nehmen beim Whaling die Führungskräfte selbst ins Visier. Entscheidend ist, ob Rückrufprozesse und Vier-Augen-Prinzip auch unter Zeitdruck eingehalten werden.

Vishing

Der angebliche IT-Support ruft an und bittet um ein Passwort, einen MFA-Code oder die Installation eines Fernwartungstools. Besonders der Service-Desk ist ein lohnendes Ziel für erschlichene Passwort-Resets.

Smishing & Quishing

Gefälschte Paket-SMS oder QR-Codes auf Aushängen und Briefen führen auf präparierte Seiten – meist auf Smartphones, die außerhalb Ihrer zentralen Schutzmechanismen liegen.

Baiting mit USB-Sticks

Ein „verlorener“ Stick mit der Aufschrift „Gehaltsliste“ auf dem Parkplatz. Ein Doppelklick auf die Datei darauf – oder ein als Tastatur getarnter Stick – kann genügen, um Schadcode auszuführen.

Pretexting

Eine erfundene, aber glaubwürdige Rolle – Handwerker, Auditorin, neuer Kollege, Kurier – öffnet Türen und entlockt vertrauliche Informationen.

Tailgating

Wer mit vollen Händen oder im Gespräch hinter Beschäftigten durch die Tür geht, wird selten angesprochen. Raucherbereiche, Lieferzonen und Tiefgaragen sind klassische Schwachstellen.

Ungeschützte Bereiche

Serverräume hinter einfachen Schlössern, klonbare Zutrittskarten, aktive Netzwerkdosen in Besprechungsräumen oder vertrauliche Unterlagen im Papiermüll.

Prüfumfang

Was wir im Social-Engineering-Pentest prüfen

Den Umfang stimmen wir auf Ihre Ziele ab – von einer einzelnen Phishing-Kampagne bis zum kombinierten Szenario aus digitalem und physischem Angriff.

Testvarianten

Digital, analog oder physisch – Ihr Schwerpunkt

  • Digital

    Digitaler SE-Pentest

    Simulierte Angriffe über E-Mail, SMS, Messenger und präparierte Webseiten – skalierbar vom Pilotbereich bis zum gesamten Unternehmen.

    • Phishing, Spear-Phishing, Smishing, Quishing
    • MFA-Abfragen und Meldewege im Praxistest
    • Wirksamkeit von E-Mail-Filtern und Endpoint-Schutz
  • Telefon & Kontakt

    Analoger SE-Pentest

    Täuschung über klassische Kommunikationswege – am Telefon, im persönlichen Gespräch am Empfang oder per Briefpost.

    • Vishing gegen Zentrale und Service-Desk
    • Pretexting mit glaubwürdigen Legenden
    • CEO-Fraud und Rückrufprozesse
  • Vor Ort

    Physischer Penetrationstest

    Unser Team versucht, wie Unbefugte in Gebäude, Büros und Serverräume zu gelangen – mit schriftlicher Autorisierung in der Tasche.

    • Tailgating und Besucherprozesse
    • Zutrittskarten, Schlösser und Türen
    • Netzwerkdosen, Clean Desk und Entsorgung

Ablauf

Sorgfältig geplant, fair durchgeführt

Ein Social-Engineering-Test greift in den Arbeitsalltag ein. Deshalb ergänzen wir unser bewährtes Vorgehen im Penetration Testing um besonders sorgfältige Planung, klare Autorisierung und einen fairen Umgang mit Ihren Beschäftigten.

  1. 01

    Scoping

    Wir klären Ziele, Standorte, Zielgruppen und Testvarianten und legen gemeinsam den Kreis der Eingeweihten fest. Nach dem Scoping erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden (werktags) ein Festpreisangebot.

  2. 02

    Autorisierung & Rahmen

    Schriftliche Beauftragung durch die Geschäftsleitung, verbindliche Spielregeln und Abbruchkriterien sowie Abstimmung mit Betriebs- oder Personalrat, Datenschutz und – bei gemieteten Flächen – der Hausverwaltung.

  3. 03

    Aufklärung & Szenarien

    OSINT-Recherche, Auswahl der Angriffswege und Ausarbeitung der Legenden, die Sie vor dem Start freigeben.

  4. 04

    Durchführung

    Phishing-Kampagnen, Anrufe und Vor-Ort-Tests im vereinbarten Zeitfenster – kontrolliert, dokumentiert und jederzeit abbrechbar.

  5. 05

    Bericht & Abschlussbesprechung

    Anonymisierte Auswertung, nachvollziehbare Angriffsketten und priorisierte Maßnahmen. Auf Wunsch stellen wir die Ergebnisse Management und Belegschaft vor.

  6. 06

    Retest & Sensibilisierung

    Behobene technische und physische Schwachstellen – etwa im E-Mail-Filter, bei der Zutrittskontrolle oder an der Schließtechnik – prüfen wir kostenlos erneut. Eine Wiederholung der Phishing- oder Vor-Ort-Szenarien planen wir bei Bedarf als eigenen Test. Auf Wunsch schließen wir passende Awareness-Schulungen direkt an.

Ihre Vorteile

Warum Rootsektor für Social Engineering?

  • Erfahrene SE- und Awareness-Fachleute

    Unser Team verbindet langjährige Erfahrung in Social Engineering und Awareness-Trainings mit dem technischen Know-how zertifizierter Penetrationstester – von der Beratung bis zum kombinierten Angriffsszenario.

  • Fair und sauber autorisiert

    Schriftliche Freigaben, die frühe Einbindung von Betriebsrat und Datenschutz in Abstimmung mit Ihnen und eine standardmäßig anonymisierte Auswertung – ohne Bloßstellung einzelner Mitarbeitender.

  • Ergebnisse mit Handlungswert

    Verständlich für das Management, konkret für Fachabteilungen – mit priorisierten Empfehlungen für Prozesse, Technik und Schulungen.

  • Festpreis, Retest, Prüfbescheinigung

    Festpreis nach dem Scoping, kostenloser Retest behobener technischer und physischer Schwachstellen – etwa bei E-Mail-Filtern oder Zutrittskontrollen – und eine Prüfbescheinigung für Kunden, Partner und Auditoren.

SOCIAL ENGINEERING · ANONYMISIERTE AUSWERTUNG

Ergebnisbericht

Ein Bericht, der Prozesse verbessert – nicht Menschen bloßstellt

Am Ende erhalten Sie einen Bericht, der für Management und Fachabteilungen gleichermaßen verständlich ist. Er zeigt, welche Szenarien erfolgreich waren, an welchen Stellen Ihre Kontrollen gegriffen haben und welche Maßnahmen das Risiko am stärksten senken. Ergebnisse stellen wir standardmäßig anonymisiert auf Ebene von Abteilungen und Rollen dar – Namen einzelner Beschäftigter erscheinen nicht.

  • Management Summary mit Gesamtbewertung und Risikoeinstufung
  • Ablauf jedes Szenarios mit Zeitlinie und Angriffskette
  • Kennzahlen wie Klick-, Eingabe- und Melderaten je Bereich
  • Fotodokumentation physischer Schwachstellen ohne erkennbare Personen
  • Priorisierte Maßnahmen für Prozesse, Technik und Schulungen
  • Prüfbescheinigung zur Vorlage bei Kunden, Partnern, Versicherern und Auditoren

Wie gut ist Ihr Team auf Manipulation vorbereitet?

Ein fair geplanter Test zeigt es Ihnen – und liefert konkrete Ansatzpunkte für Prozesse, Technik und Schulungen. Nach dem Scoping erhalten Sie werktags innerhalb von 24 Stunden ein Festpreisangebot.

FAQ

Häufige Fragen zum Social-Engineering-Pentest

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2932 465265-0 oder schreiben Sie an info@rootsektor.de.

Ist ein Social-Engineering-Test in Deutschland erlaubt?

Ja, wenn er sauber beauftragt ist. Grundlage ist eine schriftliche Autorisierung der Geschäftsleitung, die Umfang, Zeitraum und Grenzen festlegt. Bei physischen Tests muss zudem das Hausrecht geklärt sein: In gemieteten Gebäuden müssen für Foyer, Tiefgarage oder gemeinsame Eingänge oft auch Hausverwaltung oder Eigentümer zustimmen. Ohne diese Erlaubnis könnten einzelne Testhandlungen strafbar sein, etwa als Hausfriedensbruch.

Muss der Betriebsrat beteiligt werden?

In vielen Fällen ja. Sobald ein Test das Verhalten von Beschäftigten erfasst – etwa Klicks in einer Phishing-Kampagne –, kommen Mitbestimmungsrechte nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG in Betracht; im öffentlichen Dienst gilt Entsprechendes für den Personalrat. Wir empfehlen, Betriebsrat und Datenschutzbeauftragte früh einzubinden, und liefern in Abstimmung mit Ihnen die nötigen Informationen. Unsere standardmäßig anonymisierte Auswertung erleichtert die Abstimmung in der Praxis deutlich.

Haben Fehler für einzelne Mitarbeitende Konsequenzen?

Nicht durch uns. Standardmäßig benennen wir keine Einzelpersonen, sondern werten nach Abteilungen und Rollen aus. Wer auf eine gut gemachte Täuschung hereinfällt, deckt meist ein Prozess- oder Schulungsdefizit auf – kein persönliches Versagen. Wir empfehlen, das auch intern genau so zu kommunizieren.

Wo liegen die Grenzen der Tests?

Wir testen so realistisch wie nötig und so schonend wie möglich. Standardmäßig gilt: keine Szenarien, die Beschäftigte verängstigen oder bloßstellen – etwa vorgetäuschte Kündigungen, Gehaltsversprechen oder private Notlagen –, kein echter Schadcode und keine Speicherung eingegebener Passwörter; erfasst wird nur, dass eine Eingabe erfolgt ist. Telefonate zeichnen wir nicht auf, denn das wäre ohne Einwilligung strafbar (§ 201 StGB).

Was passiert, wenn unser Testteam vor Ort entdeckt wird?

Dann hat Ihre Sicherheitsorganisation funktioniert – und genau das dokumentieren wir. Unser Team führt standardmäßig ein Autorisierungsschreiben mit Notfallkontakten bei sich, über das sich der Auftrag sofort verifizieren lässt. Wir verhalten uns kooperativ und deeskalierend und brechen den Test bei Bedarf ab.

Wie bereiten wir uns auf den Test vor?

Legen Sie einen kleinen Kreis Eingeweihter fest, klären Sie das Hausrecht für alle Standorte und binden Sie Betriebsrat und Datenschutz ein. Termin und Szenarien sollten Ihre Beschäftigten nicht vorab erfahren, sonst verfälscht das die Ergebnisse. Auf Wunsch unterzeichnen wir vor dem Scoping eine Vertraulichkeitsvereinbarung.

Wie oft sollten wir Social Engineering testen?

Wir empfehlen regelmäßige Tests, etwa jährlich, und zusätzlich nach größeren Veränderungen wie einem Umzug, einem neuen Zutrittssystem oder umgestellten Freigabeprozessen. Ein einzelner Test zeigt den Ist-Zustand; erst Wiederholungen mit wechselnden Szenarien machen Fortschritte messbar.

Planen Sie Ihren Social-Engineering-Test mit uns

Erzählen Sie uns, was Sie prüfen möchten – Phishing, Telefon, Zutritt oder alles zusammen. Wir melden uns mit einem Vorschlag für Szenarien, Rahmenbedingungen und Prüfumfang.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Für Rückfragen oder einen Rückruf

Wir melden uns dazu bei Ihnen und unterzeichnen die Vertraulichkeitsvereinbarung auf Wunsch vor dem ersten Gespräch – gern auch auf Basis Ihrer eigenen Vorlage.

Wir verwenden Ihre Angaben ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Bitte senden Sie uns über dieses Formular keine Passwörter oder Zugangsdaten.