Ein Social-Engineering-Pentest prüft die menschliche Seite Ihrer Informationssicherheit. Statt Server und Anwendungen anzugreifen, simulieren wir die Methoden, mit denen Angreifer Beschäftigte zu folgenreichen Handlungen verleiten: ein Klick auf einen präparierten Link, ein Passwort am Telefon, eine freundlich aufgehaltene Tür. Ziel ist nicht, Fehler einzelner Personen zu sammeln, sondern Lücken in Abläufen, Kontrollen und Schulungen sichtbar zu machen.
Der Faktor Mensch entscheidet oft darüber, ob ein Angriff gelingt. Gut vorbereitete Beschäftigte sind Ihr wichtigster Erfolgsfaktor – wer dagegen nie für Manipulation sensibilisiert wurde, wird fast zwangsläufig zum Risiko. Viele Angriffe beginnen digital; kommt der Angreifer technisch nicht weiter, nimmt er gezielt Ihr Team ins Visier. Ohne das Mitdenken aller bleiben Lücken, die weder Firewall noch Richtlinie allein schließen können.
Wir testen auf drei Ebenen: digital über E-Mail, SMS, Messenger und gefälschte Webseiten, analog am Telefon, per Briefpost oder im persönlichen Gespräch und physisch beim Zutritt zu Gebäuden, Büros und Serverräumen. Je nach Ziel kombinieren wir die Ebenen zu einem durchgängigen Szenario – so, wie es ein echter Angreifer auch tun würde.
Für viele Unternehmen ist das zugleich eine Nachweisfrage: Die DSGVO nennt in Art. 32 ein Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung der Wirksamkeit technischer und organisatorischer Maßnahmen. ISO/IEC 27001:2022 sieht Maßnahmen zur Sensibilisierung (A.6.3) und zur physischen Sicherheit (A.7) vor, und NIS2 nennt Cyberhygiene und Schulungen ausdrücklich als Teil des Risikomanagements. Ein Social-Engineering-Pentest zeigt, ob diese Maßnahmen im Alltag tatsächlich greifen.