Incident Response (IR) ist die strukturierte Reaktion auf einen IT-Sicherheitsvorfall: Angriff erkennen, Schaden begrenzen, Angreifer aussperren, Systeme bereinigen und den Betrieb sicher wiederherstellen. Eng damit verbunden ist die IT-Forensik, die digitale Spuren nach anerkannten Methoden sichert und rekonstruiert, was tatsächlich passiert ist. Zusammen spricht man von DFIR – Digital Forensics and Incident Response. Kurz: Incident Response stoppt den Angriff, die Forensik klärt ihn auf.
Warum die ersten Stunden zählen: In einem IT-Notfall fallen früh Entscheidungen mit großer Tragweite. Welche Systeme müssen vom Netz, ohne dass Beweise verloren gehen? Haben die Angreifer noch Zugriff? Zugleich laufen Fristen: Meldepflichtige Datenschutzverletzungen sind nach Art. 33 DSGVO unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden zu melden, bei erheblichen Sicherheitsvorfällen unter NIS2 ist spätestens 24 Stunden nach Kenntnis eine frühe Erstmeldung fällig. Wer bei einem Cyberangriff schnell erfahrene Hilfe hat, begrenzt Schaden und Folgekosten.
Warum Vorbereitung den Unterschied macht: Ein Notfallplan mit klaren Rollen, geübte Abläufe und eine Protokollierung, die im Ernstfall die nötigen Spuren liefert, verkürzen jede Reaktion. Deshalb umfasst unser Bereich beides: akute Hilfe und Vorbereitung – orientiert an den IT-Grundschutz-Bausteinen DER.2.1 bis DER.2.3 und dem BSI-Standard 200-4 sowie an ISO/IEC 27035 und NIST SP 800-61 Rev. 3.
Angreiferwissen aus der Offensive: Als Dienstleister für Incident Response kennen wir auch die Gegenseite – aus Penetration Testing und Red Teaming & APT-Simulation, wo wir die Techniken von Angreifern kontrolliert und im Auftrag selbst anwenden. Deshalb wissen wir, wo Angreifer Spuren hinterlassen und wie sie sich festsetzen.