Geleakte Zugangsdaten
E-Mail-Adressen und Passwörter Ihrer Mitarbeitenden aus Datenlecks bei Drittanbietern oder aus Infostealer-Infektionen. Angreifer nutzen sie für Credential Stuffing und die Übernahme von VPN-, Microsoft-365- oder Cloud-Konten.
Security Services
Wissen, was über Sie gehandelt wird.
Gestohlene Zugangsdaten, Kundendatenbanken und interne Dokumente werden im Darknet gehandelt – oft bevor die betroffenen Unternehmen davon erfahren. Unser Darknet-Monitoring überwacht relevante Quellen automatisiert mit eigenen Anwendungen und benachrichtigt Sie, wenn Funde zu Ihrem Unternehmen auftauchen. Danach unterstützen wir Sie individuell bei den Gegenmaßnahmen – bevor aus einem Datenleck ein Angriff wird.
Definition
Darknet-Monitoring – auch Dark Web Monitoring genannt – ist die fortlaufende Überwachung krimineller Marktplätze, Foren und Leak-Seiten auf Informationen, die Ihr Unternehmen betreffen. Unsere eigenen Anwendungen suchen automatisiert nach Ihren Domains, Marken, IP-Adressbereichen und weiteren Merkmalen. Findet sich etwas, werden Sie automatisch benachrichtigt – und wir unterstützen Sie anschließend individuell bei den Gegenmaßnahmen.
Das Darknet selbst, oft auch Dark Web genannt, ist ein Teil des Internets, der nicht von Suchmaschinen erfasst wird und nur über spezielle Software wie den Tor-Browser erreichbar ist. Verschlüsselung und Anonymisierung schützen dort auch Medienschaffende, Hinweisgebende und Menschen in autoritären Staaten; die Nutzung ist in Deutschland legal. Dieselbe Anonymität macht das Darknet aber zum Marktplatz für Cyberkriminelle, die Schadsoftware, gestohlene Daten und Zugänge zu Unternehmensnetzwerken handeln.
Der Nutzen liegt im Zeitvorsprung: Gestohlene Daten werden oft nicht sofort missbraucht, sondern zunächst angeboten, weiterverkauft oder ausgewertet. Wer in dieser Phase erfährt, dass Zugangsdaten oder Kundendaten kursieren, kann Passwörter zurücksetzen, Konten sperren, Betroffene warnen und Angriffswege schließen – bevor Angreifer sie nutzen.
Darknet-Monitoring unterstützt zudem Ihre Pflichten aus DSGVO und NIS2: Wer früh von einem Datenabfluss erfährt, kann Meldepflichten rechtzeitig prüfen und die Folgen für Betroffene begrenzen. Im Informationssicherheits-Managementsystem ist es ein Baustein der Bedrohungsaufklärung, wie sie ISO/IEC 27001:2022 in Anhang A (Maßnahme 5.7, Threat Intelligence) vorsieht.
Unser Vorgehen
Zu Beginn legen wir gemeinsam fest, wonach gesucht wird: Domains und E-Mail-Adressen, Firmen- und Markennamen, Produktbezeichnungen, IP-Adressbereiche oder spezifische Begriffe wie interne Projektnamen. Je präziser das Suchprofil, desto aussagekräftiger die Ergebnisse.
Unsere eigenen Anwendungen überwachen daraufhin fortlaufend und automatisiert die relevanten Quellen. Je nach Auftrag und Suchprofil kann das Monitoring zum Beispiel Marktplätze, Foren, Leak-Seiten von Ransomware-Gruppen, Paste-Seiten oder einschlägige Messenger-Kanäle abdecken. Taucht ein Treffer zu Ihrem Suchprofil auf, erkennt das System ihn automatisch und benachrichtigt Ihre benannten Ansprechpersonen.
Nach der Benachrichtigung unterstützen wir Sie individuell: Gemeinsam legen wir passende Gegenmaßnahmen fest, um Schaden abzuwenden oder zu begrenzen – vom Zurücksetzen betroffener Passwörter über die Sperrung von Konten bis zur Prüfung, ob ein Einbruch in Ihre Systeme vorliegt. Erhärtet sich der Verdacht, unterstützt Sie unsere IT-Forensik bei der Aufklärung.
Risiken für Unternehmen
E-Mail-Adressen und Passwörter Ihrer Mitarbeitenden aus Datenlecks bei Drittanbietern oder aus Infostealer-Infektionen. Angreifer nutzen sie für Credential Stuffing und die Übernahme von VPN-, Microsoft-365- oder Cloud-Konten.
Infostealer erbeuten neben Passwörtern auch Browser-Cookies und Sitzungstoken, mit denen sich die Multi-Faktor-Authentifizierung umgehen lässt. Besonders kritisch sind infizierte Privatgeräte, auf denen Firmenkonten genutzt werden.
Datenbanken mit Kundendaten, Bestellungen oder Zahlungsinformationen werden verkauft oder frei veröffentlicht – mit Folgen für Ihre Kunden, Ihre Meldepflichten nach DSGVO und Ihren Ruf.
Konstruktionsdaten, Verträge, Angebote oder Strategiepapiere werden als Ware angeboten. Der Schaden reicht von Wettbewerbsnachteilen bis zum Verlust des Geheimnisschutzes.
Sogenannte Initial Access Broker verkaufen fertige Zugänge zu Unternehmensnetzwerken, etwa über kompromittierte VPN- oder RDP-Konten. Solche Angebote gehen Ransomware-Angriffen häufig voraus.
Erpressergruppen veröffentlichen erbeutete Daten auf eigenen Leak-Seiten, um den Druck auf ihre Opfer zu erhöhen. Auch Daten Ihrer Dienstleister, Lieferanten oder Kunden können Informationen über Ihr Unternehmen enthalten.
Gefälschte Produkte minderer Qualität, kopierte Software oder missbrauchte Markennamen schädigen Umsatz und Image und können Haftungsfragen aufwerfen.
In Foren werden Unternehmen als Ziel diskutiert, Phishing-Kits mit fremdem Branding angeboten oder Insider gesucht, die gegen Bezahlung Zugänge verkaufen.
Leistungsvarianten
Laufende Überwachung
Fortlaufende, automatisierte Überwachung Ihres Suchprofils mit unseren eigenen Anwendungen.
Gesamtbild
Darknet-Monitoring kombiniert mit einer OSINT-Analyse Ihrer öffentlich sichtbaren Angriffsfläche.
Reaktion
Nach einer Benachrichtigung erarbeiten wir mit Ihnen individuelle Lösungen, um das Problem zu beheben oder einzugrenzen.
Ablauf
Vom Suchprofil bis zur Benachrichtigung – klar strukturiert wie alle unsere Security Services und auf Ihr Unternehmen zugeschnitten.
Wir klären Ziele, Unternehmensstruktur und schützenswerte Werte – von Domains über Marken bis zu besonders sensiblen Informationen.
Auf Basis des Scopings erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot – zugeschnitten auf Suchprofil, Umfang und Laufzeit des Monitorings.
Wir definieren Suchbegriffe, stimmen datenschutzrelevante Punkte mit Ihnen ab und richten das Monitoring in unseren eigenen Anwendungen ein.
Unsere Anwendungen überwachen die relevanten Quellen fortlaufend und erkennen Treffer zu Ihrem Suchprofil automatisch.
Bei einem Fund werden Ihre benannten Ansprechpersonen automatisch benachrichtigt. Anschließend unterstützen wir Sie individuell und stimmen mit Ihnen die Gegenmaßnahmen ab.
Benachrichtigung
Wird ein Fund zu Ihrem Suchprofil erkannt, benachrichtigt Sie das System automatisch: Sie erfahren, was gefunden wurde und wo es aufgetaucht ist. Danach unterstützen wir Sie individuell bei den Gegenmaßnahmen. Sensible Inhalte wie Passwörter übermitteln wir nur über abgestimmte, sichere Kanäle. Auf Wunsch fassen wir die Ergebnisse zusätzlich in regelmäßigen Berichten zusammen – verständlich für die Geschäftsführung und mit allen Details für Ihre IT.
Ob geleakte Passwörter, Kundendaten oder Zugänge zu Ihrem Netzwerk: Je früher Sie davon wissen, desto besser können Sie reagieren.
FAQ
Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2932 465265-0 oder schreiben Sie an info@rootsektor.de.
Ja. Der Zugang zum Darknet über Software wie den Tor-Browser ist in Deutschland nicht verboten. Strafbar sind bestimmte Handlungen, etwa der Handel mit gestohlenen Daten (Datenhehlerei, § 202d StGB). Unser Monitoring bewegt sich ausschließlich im rechtlich zulässigen Rahmen.
Für das Suchprofil benötigen wir vor allem Ihre Domains, Firmen- und Markennamen und gegebenenfalls Ihre IP-Adressbereiche. Passwörter oder andere Geheimnisse müssen Sie uns nicht übermitteln. Sollen auch Namen von Führungskräften überwacht werden, stimmen wir das vorab mit Ihnen und den Verantwortlichen für Datenschutz ab.
Das Monitoring erkennt den Treffer automatisch und benachrichtigt Ihre benannten Ansprechpersonen über einen vereinbarten Kanal. Anschließend unterstützen wir Sie individuell und legen gemeinsam fest, was zu tun ist – etwa das Zurücksetzen von Passwörtern, die Sperrung von Konten, die Prüfung betroffener Systeme oder die Vorbereitung von Meldungen. Bei Verdacht auf einen Einbruch unterstützt Sie unsere IT-Forensik.
In der Regel nicht – einmal veröffentlichte Daten werden kopiert und weiterverbreitet. Entscheidend ist deshalb, sie wertlos zu machen: Passwörter ändern, Sitzungen und Tokens widerrufen, Zugänge absichern und Betroffene informieren. Gegen Fälschungen und Markenmissbrauch können zusätzlich rechtliche Schritte sinnvoll sein.
Die OSINT-Analyse untersucht, was über Ihr Unternehmen in offen zugänglichen Quellen sichtbar ist – etwa Websites, soziale Netzwerke, Code-Repositories oder DNS-Einträge. Darknet-Monitoring überwacht fortlaufend die Quellen, in denen gestohlene Informationen gehandelt werden. Kombiniert ergeben beide ein umfassendes Bild Ihrer externen Gefährdung.
Nein – und das kann kein Anbieter seriös versprechen. Viele Angebote werden in geschlossenen Foren oder privaten Kanälen gehandelt, und nicht jeder Datensatz lässt sich eindeutig zuordnen. Ein gezieltes Monitoring erhöht aber deutlich die Chance, Leaks früh zu erkennen und zu reagieren, bevor Schaden entsteht.
Nein. Darknet-Monitoring ist ein Frühwarnsystem: Es zeigt, wenn Informationen bereits abgeflossen sind. Verhindern lässt sich ein Datenabfluss nur durch Prävention – etwa phishing-resistente MFA, regelmäßige Penetrationstests und sensibilisierte Mitarbeitende, z. B. durch Security Awareness & Phishing-Simulation. Den Prüfumfang für einen Penetrationstest beschreiben Sie direkt über unser Pentest-Angebot.
Für alle Unternehmen, die mit Kundendaten, Geschäftsgeheimnissen oder Online-Zugängen arbeiten. Besonders relevant ist es für Branchen mit wertvollen Daten wie Industrie, Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen, E-Commerce und Kanzleien sowie für Unternehmen, die Anforderungen aus NIS2 oder KRITIS erfüllen müssen.
Nennen Sie uns Ihre wichtigsten Domains und Marken und was Sie besonders schützen möchten. Wir zeigen Ihnen, wie ein Darknet-Monitoring für Ihr Unternehmen aussehen kann, und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.
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