Zum Inhalt springen

Security Services

Darknet-Monitoring für Unternehmen

Wissen, was über Sie gehandelt wird.

Gestohlene Zugangsdaten, Kundendatenbanken und interne Dokumente werden im Darknet gehandelt – oft bevor die betroffenen Unternehmen davon erfahren. Unser Darknet-Monitoring überwacht relevante Quellen automatisiert mit eigenen Anwendungen und benachrichtigt Sie, wenn Funde zu Ihrem Unternehmen auftauchen. Danach unterstützen wir Sie individuell bei den Gegenmaßnahmen – bevor aus einem Datenleck ein Angriff wird.

  • Eigene Monitoring-Anwendungen
  • Automatische Benachrichtigung
  • Individuelles Angebot

Definition

Was ist das Darknet – und was leistet Darknet-Monitoring?

Darknet-Monitoring – auch Dark Web Monitoring genannt – ist die fortlaufende Überwachung krimineller Marktplätze, Foren und Leak-Seiten auf Informationen, die Ihr Unternehmen betreffen. Unsere eigenen Anwendungen suchen automatisiert nach Ihren Domains, Marken, IP-Adressbereichen und weiteren Merkmalen. Findet sich etwas, werden Sie automatisch benachrichtigt – und wir unterstützen Sie anschließend individuell bei den Gegenmaßnahmen.

Das Darknet selbst, oft auch Dark Web genannt, ist ein Teil des Internets, der nicht von Suchmaschinen erfasst wird und nur über spezielle Software wie den Tor-Browser erreichbar ist. Verschlüsselung und Anonymisierung schützen dort auch Medienschaffende, Hinweisgebende und Menschen in autoritären Staaten; die Nutzung ist in Deutschland legal. Dieselbe Anonymität macht das Darknet aber zum Marktplatz für Cyberkriminelle, die Schadsoftware, gestohlene Daten und Zugänge zu Unternehmensnetzwerken handeln.

Der Nutzen liegt im Zeitvorsprung: Gestohlene Daten werden oft nicht sofort missbraucht, sondern zunächst angeboten, weiterverkauft oder ausgewertet. Wer in dieser Phase erfährt, dass Zugangsdaten oder Kundendaten kursieren, kann Passwörter zurücksetzen, Konten sperren, Betroffene warnen und Angriffswege schließen – bevor Angreifer sie nutzen.

Darknet-Monitoring unterstützt zudem Ihre Pflichten aus DSGVO und NIS2: Wer früh von einem Datenabfluss erfährt, kann Meldepflichten rechtzeitig prüfen und die Folgen für Betroffene begrenzen. Im Informationssicherheits-Managementsystem ist es ein Baustein der Bedrohungsaufklärung, wie sie ISO/IEC 27001:2022 in Anhang A (Maßnahme 5.7, Threat Intelligence) vorsieht.

Unser Vorgehen

So funktioniert unser Darknet-Monitoring

Zu Beginn legen wir gemeinsam fest, wonach gesucht wird: Domains und E-Mail-Adressen, Firmen- und Markennamen, Produktbezeichnungen, IP-Adressbereiche oder spezifische Begriffe wie interne Projektnamen. Je präziser das Suchprofil, desto aussagekräftiger die Ergebnisse.

Unsere eigenen Anwendungen überwachen daraufhin fortlaufend und automatisiert die relevanten Quellen. Je nach Auftrag und Suchprofil kann das Monitoring zum Beispiel Marktplätze, Foren, Leak-Seiten von Ransomware-Gruppen, Paste-Seiten oder einschlägige Messenger-Kanäle abdecken. Taucht ein Treffer zu Ihrem Suchprofil auf, erkennt das System ihn automatisch und benachrichtigt Ihre benannten Ansprechpersonen.

Nach der Benachrichtigung unterstützen wir Sie individuell: Gemeinsam legen wir passende Gegenmaßnahmen fest, um Schaden abzuwenden oder zu begrenzen – vom Zurücksetzen betroffener Passwörter über die Sperrung von Konten bis zur Prüfung, ob ein Einbruch in Ihre Systeme vorliegt. Erhärtet sich der Verdacht, unterstützt Sie unsere IT-Forensik bei der Aufklärung.

Suchprofil besprechen
Automatisch erkannt und gemeldet – danach Unterstützung bei den Gegenmaßnahmen.

Risiken für Unternehmen

Was über Unternehmen im Darknet gehandelt wird

Geleakte Zugangsdaten

E-Mail-Adressen und Passwörter Ihrer Mitarbeitenden aus Datenlecks bei Drittanbietern oder aus Infostealer-Infektionen. Angreifer nutzen sie für Credential Stuffing und die Übernahme von VPN-, Microsoft-365- oder Cloud-Konten.

Infostealer-Logs und Sitzungscookies

Infostealer erbeuten neben Passwörtern auch Browser-Cookies und Sitzungstoken, mit denen sich die Multi-Faktor-Authentifizierung umgehen lässt. Besonders kritisch sind infizierte Privatgeräte, auf denen Firmenkonten genutzt werden.

Kunden- und personenbezogene Daten

Datenbanken mit Kundendaten, Bestellungen oder Zahlungsinformationen werden verkauft oder frei veröffentlicht – mit Folgen für Ihre Kunden, Ihre Meldepflichten nach DSGVO und Ihren Ruf.

Geschäftsgeheimnisse und interne Dokumente

Konstruktionsdaten, Verträge, Angebote oder Strategiepapiere werden als Ware angeboten. Der Schaden reicht von Wettbewerbsnachteilen bis zum Verlust des Geheimnisschutzes.

Zugänge zu Ihrem Netzwerk

Sogenannte Initial Access Broker verkaufen fertige Zugänge zu Unternehmensnetzwerken, etwa über kompromittierte VPN- oder RDP-Konten. Solche Angebote gehen Ransomware-Angriffen häufig voraus.

Veröffentlichungen auf Ransomware-Leak-Seiten

Erpressergruppen veröffentlichen erbeutete Daten auf eigenen Leak-Seiten, um den Druck auf ihre Opfer zu erhöhen. Auch Daten Ihrer Dienstleister, Lieferanten oder Kunden können Informationen über Ihr Unternehmen enthalten.

Produktfälschungen und Markenmissbrauch

Gefälschte Produkte minderer Qualität, kopierte Software oder missbrauchte Markennamen schädigen Umsatz und Image und können Haftungsfragen aufwerfen.

Angriffsplanung und Insider-Anwerbung

In Foren werden Unternehmen als Ziel diskutiert, Phishing-Kits mit fremdem Branding angeboten oder Insider gesucht, die gegen Bezahlung Zugänge verkaufen.

Überwachungsumfang

Was wir für Sie überwachen

Das Suchprofil stimmen wir individuell auf Ihr Unternehmen ab. Typische Bestandteile sind:

  • Domains & E-Mail-Adressen

    Treffer zu Ihren Unternehmensdomains – etwa in Leak-Datenbanken, Combolisten oder Infostealer-Logs.

  • Zugangs- und Sitzungsdaten

    Passwörter, Tokens und Cookies, die Rückschlüsse auf Zugänge zu Ihren Systemen und Cloud-Diensten erlauben.

  • Firmen- und Markennamen

    Erwähnungen Ihres Unternehmens, Ihrer Marken und Produkte – je nach Suchprofil etwa in Foren, auf Marktplätzen oder in Messenger-Kanälen.

  • Ransomware-Leak-Seiten

    Veröffentlichungen über Ihr Unternehmen und Ihre Tochtergesellschaften sowie auf Wunsch über wichtige Lieferanten und Dienstleister.

  • IP-Adressen & Infrastruktur

    Angebote von Netzwerkzugängen und Hinweise auf kompromittierte Systeme in Ihren IP-Adressbereichen.

  • Dokumente & Datenbanken

    Interne Dokumente, Datenbankauszüge und Quellcode, die sich Ihrem Unternehmen zuordnen lassen.

  • Zahlungs- und Kundendaten

    Hinweise auf den Handel mit Kreditkarten-, Konto- oder Kundendaten aus Ihren Systemen, etwa aus einem Webshop.

  • Exponierte Personen

    Auf Wunsch und nach datenschutzrechtlicher Abstimmung Führungskräfte und Schlüsselpersonen, die häufig Ziel von CEO-Fraud und Identitätsmissbrauch sind.

  • Fälschungen & Markenmissbrauch

    Angebote gefälschter Produkte, Phishing-Kits mit Ihrem Branding und – in Kombination mit OSINT – nachgeahmte Domains.

    Mehr erfahren

Leistungsvarianten

Darknet-Monitoring nach Ihrem Bedarf

  • Laufende Überwachung

    Kontinuierliches Monitoring

    Fortlaufende, automatisierte Überwachung Ihres Suchprofils mit unseren eigenen Anwendungen.

    • Individuelles Suchprofil
    • Automatische Erkennung neuer Treffer
    • Benachrichtigung bei Funden
  • Gesamtbild

    Monitoring & OSINT

    Darknet-Monitoring kombiniert mit einer OSINT-Analyse Ihrer öffentlich sichtbaren Angriffsfläche.

    • Offene Quellen, Code-Repositories und soziale Netzwerke
    • Nachgeahmte Domains sowie DNS- und E-Mail-Sicherheit
    • Ergebnisbericht der OSINT-Analyse mit Maßnahmenempfehlungen
  • Reaktion

    Unterstützung bei Funden

    Nach einer Benachrichtigung erarbeiten wir mit Ihnen individuelle Lösungen, um das Problem zu beheben oder einzugrenzen.

    • Erste Maßnahmen wie Passwort-Resets und Kontosperrungen
    • Prüfung auf Kompromittierung und IT-Forensik
    • Technische Fakten für Meldungen nach DSGVO und NIS2

Ablauf

In fünf Schritten zum Darknet-Monitoring

Vom Suchprofil bis zur Benachrichtigung – klar strukturiert wie alle unsere Security Services und auf Ihr Unternehmen zugeschnitten.

  1. 01

    Erstgespräch & Scoping

    Wir klären Ziele, Unternehmensstruktur und schützenswerte Werte – von Domains über Marken bis zu besonders sensiblen Informationen.

  2. 02

    Individuelles Angebot

    Auf Basis des Scopings erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot – zugeschnitten auf Suchprofil, Umfang und Laufzeit des Monitorings.

  3. 03

    Suchprofil & Einrichtung

    Wir definieren Suchbegriffe, stimmen datenschutzrelevante Punkte mit Ihnen ab und richten das Monitoring in unseren eigenen Anwendungen ein.

  4. 04

    Automatisierte Überwachung

    Unsere Anwendungen überwachen die relevanten Quellen fortlaufend und erkennen Treffer zu Ihrem Suchprofil automatisch.

  5. 05

    Benachrichtigung & Unterstützung

    Bei einem Fund werden Ihre benannten Ansprechpersonen automatisch benachrichtigt. Anschließend unterstützen wir Sie individuell und stimmen mit Ihnen die Gegenmaßnahmen ab.

Ihre Vorteile

Warum Rootsektor für Ihr Darknet-Monitoring

  • Eigene Anwendungen

    Wir überwachen das Darknet mit eigenen Werkzeugen und passen Suchprofile flexibel an Ihr Unternehmen an.

  • Automatische Benachrichtigung

    Das Monitoring läuft fortlaufend und automatisiert. Taucht ein Fund zu Ihrem Suchprofil auf, werden Sie benachrichtigt – ohne dass Sie selbst suchen müssen.

  • Angreiferperspektive

    Als Penetrationstester wissen wir, wie Angreifer geleakte Informationen nutzen – dieses Wissen fließt in Suchprofil und Gegenmaßnahmen ein.

  • Unterstützung im Ernstfall

    Von der Passwortrücksetzung bis zur forensischen Untersuchung begleiten wir Sie bei der Bewältigung eines Fundes.

DARKNET-MONITORING · BENACHRICHTIGUNG

Benachrichtigung

Benachrichtigung bei Funden – und Unterstützung danach

Wird ein Fund zu Ihrem Suchprofil erkannt, benachrichtigt Sie das System automatisch: Sie erfahren, was gefunden wurde und wo es aufgetaucht ist. Danach unterstützen wir Sie individuell bei den Gegenmaßnahmen. Sensible Inhalte wie Passwörter übermitteln wir nur über abgestimmte, sichere Kanäle. Auf Wunsch fassen wir die Ergebnisse zusätzlich in regelmäßigen Berichten zusammen – verständlich für die Geschäftsführung und mit allen Details für Ihre IT.

  • Automatische Benachrichtigung bei Funden zu Ihrem Suchprofil
  • Angaben zum Fund mit Quelle und Zeitpunkt
  • Betroffene Domains, Konten oder Datenbestände
  • Individuelle Unterstützung bei Gegenmaßnahmen
  • Grundlage für Ihr ISMS und die Prüfung von Meldepflichten
  • Auf Wunsch Unterstützung bei Behebung und Aufklärung

Erfahren Sie es von uns – nicht von Angreifern

Ob geleakte Passwörter, Kundendaten oder Zugänge zu Ihrem Netzwerk: Je früher Sie davon wissen, desto besser können Sie reagieren.

FAQ

Häufige Fragen zum Darknet-Monitoring

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2932 465265-0 oder schreiben Sie an info@rootsektor.de.

Ist die Nutzung des Darknets legal?

Ja. Der Zugang zum Darknet über Software wie den Tor-Browser ist in Deutschland nicht verboten. Strafbar sind bestimmte Handlungen, etwa der Handel mit gestohlenen Daten (Datenhehlerei, § 202d StGB). Unser Monitoring bewegt sich ausschließlich im rechtlich zulässigen Rahmen.

Welche Informationen benötigen Sie von uns?

Für das Suchprofil benötigen wir vor allem Ihre Domains, Firmen- und Markennamen und gegebenenfalls Ihre IP-Adressbereiche. Passwörter oder andere Geheimnisse müssen Sie uns nicht übermitteln. Sollen auch Namen von Führungskräften überwacht werden, stimmen wir das vorab mit Ihnen und den Verantwortlichen für Datenschutz ab.

Was passiert, wenn ein Fund auftaucht?

Das Monitoring erkennt den Treffer automatisch und benachrichtigt Ihre benannten Ansprechpersonen über einen vereinbarten Kanal. Anschließend unterstützen wir Sie individuell und legen gemeinsam fest, was zu tun ist – etwa das Zurücksetzen von Passwörtern, die Sperrung von Konten, die Prüfung betroffener Systeme oder die Vorbereitung von Meldungen. Bei Verdacht auf einen Einbruch unterstützt Sie unsere IT-Forensik.

Können Daten aus dem Darknet gelöscht werden?

In der Regel nicht – einmal veröffentlichte Daten werden kopiert und weiterverbreitet. Entscheidend ist deshalb, sie wertlos zu machen: Passwörter ändern, Sitzungen und Tokens widerrufen, Zugänge absichern und Betroffene informieren. Gegen Fälschungen und Markenmissbrauch können zusätzlich rechtliche Schritte sinnvoll sein.

Worin unterscheidet sich Darknet-Monitoring von einer OSINT-Analyse?

Die OSINT-Analyse untersucht, was über Ihr Unternehmen in offen zugänglichen Quellen sichtbar ist – etwa Websites, soziale Netzwerke, Code-Repositories oder DNS-Einträge. Darknet-Monitoring überwacht fortlaufend die Quellen, in denen gestohlene Informationen gehandelt werden. Kombiniert ergeben beide ein umfassendes Bild Ihrer externen Gefährdung.

Findet das Monitoring alles, was über uns im Umlauf ist?

Nein – und das kann kein Anbieter seriös versprechen. Viele Angebote werden in geschlossenen Foren oder privaten Kanälen gehandelt, und nicht jeder Datensatz lässt sich eindeutig zuordnen. Ein gezieltes Monitoring erhöht aber deutlich die Chance, Leaks früh zu erkennen und zu reagieren, bevor Schaden entsteht.

Ersetzt Darknet-Monitoring andere Sicherheitsmaßnahmen?

Nein. Darknet-Monitoring ist ein Frühwarnsystem: Es zeigt, wenn Informationen bereits abgeflossen sind. Verhindern lässt sich ein Datenabfluss nur durch Prävention – etwa phishing-resistente MFA, regelmäßige Penetrationstests und sensibilisierte Mitarbeitende, z. B. durch Security Awareness & Phishing-Simulation. Den Prüfumfang für einen Penetrationstest beschreiben Sie direkt über unser Pentest-Angebot.

Für welche Unternehmen eignet sich Darknet-Monitoring?

Für alle Unternehmen, die mit Kundendaten, Geschäftsgeheimnissen oder Online-Zugängen arbeiten. Besonders relevant ist es für Branchen mit wertvollen Daten wie Industrie, Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen, E-Commerce und Kanzleien sowie für Unternehmen, die Anforderungen aus NIS2 oder KRITIS erfüllen müssen.

Lassen Sie uns über Ihr Suchprofil sprechen

Nennen Sie uns Ihre wichtigsten Domains und Marken und was Sie besonders schützen möchten. Wir zeigen Ihnen, wie ein Darknet-Monitoring für Ihr Unternehmen aussehen kann, und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Für Rückfragen oder einen Rückruf

Wir melden uns dazu bei Ihnen und unterzeichnen die Vertraulichkeitsvereinbarung auf Wunsch vor dem ersten Gespräch – gern auch auf Basis Ihrer eigenen Vorlage.

Wir verwenden Ihre Angaben ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Bitte senden Sie uns über dieses Formular keine Passwörter oder Zugangsdaten.