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Penetration Testing

Netzwerk-Penetrationstest – intern und extern

Vom Perimeter bis zum Domain Controller

Wie weit kommt ein Angreifer – erst aus dem Internet, dann im internen Netz? Mit einem Netzwerk-Penetrationstest prüfen wir Firewalls, VPN-, Mail- und Webserver ebenso wie Active Directory und Netzsegmentierung und zeigen Ihnen die realen Angriffspfade zu Ihren kritischen Systemen.

  • Festpreis nach Scoping
  • Kostenloser Retest
  • Angebot in 24 h

Definition

Was ist ein Netzwerk-Penetrationstest?

Bei einem Netzwerk-Penetrationstest – oft auch Infrastruktur-Pentest genannt – greifen wir Ihre IT-Infrastruktur in Ihrem Auftrag gezielt an: Server, Clients, Netzwerkdienste, Firewalls und Verzeichnisdienste. Der Test endet nicht bei einer Liste theoretischer Lücken – wir weisen nach, welche Schwachstellen sich tatsächlich ausnutzen lassen und wohin sie einen Angreifer führen.

Dabei unterscheiden wir zwei Ausgangslagen. Von außen zählt alles, was aus dem Internet erreichbar ist – VPN-Gateways, Mail- und Webserver, Remote-Zugänge, aber auch Systeme, die niemand mehr auf dem Schirm hat. Von innen zählt, was nach dem ersten erfolgreichen Schritt passiert: Ein Angreifer ist über eine Phishing-Mail, einen kompromittierten Laptop oder als Innentäter bereits im Firmennetz – wie weit kommt er von dort?

Gerade intern zeigt sich, wie verwundbar ein Unternehmen wirklich ist. Viele Ransomware-Angriffe folgen demselben Muster: Erstzugriff, Ausbreitung im Netz, Übernahme des Active Directory, Verschlüsselung von Servern und Backups. Ein interner Pentest zeigt, an welchen Stellen Sie diese Kette unterbrechen können – durch Härtung, bessere Segmentierung und sauberes Rechtemanagement.

Unser Vorgehen orientiert sich am BSI-Leitfaden „Durchführungskonzept für Penetrationstests“, an PTES, OSSTMM und NIST SP 800-115; Angriffstechniken ordnen wir MITRE ATT&CK zu. Die Ergebnisse unterstützen Ihre Nachweise nach Art. 32 DSGVO, ISO/IEC 27001:2022 (Anhang A 8.8 sowie 8.20 bis 8.22), NIS2, DORA oder PCI DSS 4.0.1 (Anforderung 11.4). Als von Herstellern und Dienstleistern unabhängiges Unternehmen bewerten wir Ihre Infrastruktur objektiv.

Unser Vorgehen

So läuft ein Infrastruktur-Pentest ab

Am Anfang steht die Frage, was ein Angreifer sieht. Extern kartieren wir Ihre öffentlichen IP-Bereiche, DNS-Einträge, Subdomains und Zertifikate und identifizieren erreichbare Dienste samt Versionen. Intern starten wir von einer realistischen Position – einem Netzwerkanschluss im Büro, einem Standard-Benutzerkonto oder einem präparierten Client – und erfassen Netze, Systeme, Freigaben und die Beziehungen in Ihrem Active Directory.

Automatisierte Scans liefern dabei nur Hinweise. Jeden relevanten Fund prüfen wir manuell, schließen Fehlalarme aus und verketten einzelne Schwachstellen zu Angriffspfaden: vom abgefangenen Passwort-Hash über ein schwach geschütztes Dienstkonto bis zu Domänen-Admin-Rechten. Unsere zertifizierten Pentest-Fachleute gehen dabei kontrolliert vor – riskante Schritte an kritischen Systemen stimmen wir vorab mit Ihnen ab.

Testanforderungen besprechen
Wir zeigen nicht nur Schwachstellen, sondern den Weg, den ein Angreifer nehmen würde.

Typische Schwachstellen

Typische Schwachstellen in Netzwerk und Infrastruktur

Verwundbare VPN-Gateways und Firewalls

Edge-Geräte, auf denen bekannte Sicherheitslücken noch nicht gepatcht sind, gehören zu den bevorzugten Einfallstoren, weil sie direkt aus dem Internet erreichbar sind. Fehlt zusätzlich eine Multi-Faktor-Authentifizierung, genügt ein erratenes oder geleaktes Passwort für den Weg ins Firmennetz.

Unnötig exponierte Dienste

RDP, SMB, Datenbanken oder die Administrationsoberflächen von Firewalls, Hypervisoren und NAS-Systemen sind aus dem Internet erreichbar, obwohl dort niemand sie braucht. Angreifer suchen automatisiert nach genau solchen Diensten und probieren Standardpasswörter und bekannte Exploits durch.

LLMNR-/NBT-NS-Poisoning und NTLM-Relay

Fragt ein Windows-Rechner per LLMNR oder NBT-NS nach einem unbekannten Namen, kann jedes Gerät im selben Netzsegment antworten – auch das eines Angreifers. Der Rechner meldet sich dann bei ihm an und liefert NTLM-Hashes, die sich offline knacken lassen. Ist SMB-Signing nicht erzwungen oder fehlen LDAP-Signing und Channel Binding, kann der Angreifer solche Anmeldungen sogar direkt an andere Systeme weiterleiten.

Schwache Dienstkonten

Konten mit Service Principal Name und schwachem Passwort lassen sich per Kerberoasting offline knacken, Konten ohne Kerberos-Vorauthentifizierung per AS-REP Roasting. Gerade Dienstkonten besitzen oft weitreichende Rechte.

Fehlkonfigurierte Active Directory Certificate Services

Unsichere Zertifikatsvorlagen erlauben es einem normalen Benutzerkonto, Zertifikate für beliebige Identitäten zu beantragen – bis hin zum Domänenadministrator. Auch erzwungene Anmeldungen von Domain Controllern lassen sich mitunter an die Zertifizierungsstelle weiterleiten.

Identische lokale Administratorpasswörter

Ohne LAPS (Local Administrator Password Solution) teilen sich viele Rechner dasselbe Admin-Passwort. Ein einziger kompromittierter Client öffnet dann per Pass-the-Hash den Weg zu allen anderen.

Zugangsdaten in Freigaben und Skripten

Passwörter in Anmeldeskripten, Konfigurationsdateien, Tabellen oder alten Gruppenrichtlinien liegen oft für alle Domänenbenutzer lesbar auf Netzlaufwerken oder im SYSVOL.

Flache Netze ohne wirksame Segmentierung

Liegen Clients, Server, Produktionsanlagen und Managementschnittstellen im selben Netz oder sind Firewall-Regeln zu großzügig, kann sich ein Angreifer nahezu ungehindert ausbreiten.

Prüfumfang

Was wir im Netzwerk-Pentest prüfen

Welche Bereiche wir testen, legen wir im Scoping gemeinsam fest – vom kompakten Perimeter-Test bis zur umfassenden Prüfung mehrerer Standorte.

Testvarianten

Extern, intern, Segmentierung – drei Blickwinkel auf Ihr Netz

Die Varianten lassen sich einzeln beauftragen. Ihre volle Wirkung entfalten sie in Kombination, denn reale Angriffe verbinden den Einstieg von außen mit der Ausbreitung im Inneren.

  • Extern

    Externer Penetrationstest

    Wir greifen Ihre Infrastruktur aus dem Internet an – so, wie es ein Angreifer tut, der Ihr Unternehmen gezielt ins Visier nimmt.

    • Öffentliche IP-Bereiche, DNS und Subdomains
    • VPN-, Mail-, Web- und Remote-Zugänge
    • Exponierte Administrationsoberflächen
    • Vollständig remote durchführbar
  • Intern · Assumed Breach

    Interner Penetrationstest

    Wir starten im Netz – mit Netzwerkanschluss, Standardkonto oder präpariertem Client – und prüfen, wie weit ein Angreifer von dort kommt.

    • Active Directory, Kerberos und NTLM
    • Lateral Movement und Rechteausweitung
    • Zugriff auf Server, Daten und Backups
    • Vor Ort oder remote per VPN bzw. bereitgestelltem Testsystem
  • Segmentierung

    Segmentierungstest

    Wir prüfen, ob Ihre Netzzonen tatsächlich so getrennt sind, wie es Ihr Netzplan vorsieht.

    • Client-, Server-, Gäste-, OT- und Managementnetze
    • Firewall-Regeln und ACLs aus Angreifersicht
    • Nachweis der Netztrennung, z. B. für PCI DSS 4.0.1

Ablauf

Vom Scoping bis zum Retest

Ein Infrastruktur-Pentest berührt Ihren laufenden Betrieb. Deshalb planen wir jeden Schritt transparent und mit klaren Absprachen – nach unserem bewährten Vorgehen im Penetration Testing.

  1. 01

    Scoping & Spielregeln

    Wir legen IP-Bereiche, Standorte, den Startpunkt für den internen Test, Testzeitfenster, Ausschlüsse und Ansprechpersonen für Rückfragen während des Tests fest. Innerhalb von 24 Stunden (werktags) nach dem Scoping erhalten Sie Ihr Festpreisangebot.

  2. 02

    Aufklärung & Kartierung

    Wir erfassen extern Ihre Angriffsfläche und intern Netze, Systeme, Dienste, Freigaben und Berechtigungsstrukturen im Active Directory.

  3. 03

    Schwachstellenanalyse

    Automatisierte Scans kombinieren wir mit manueller Prüfung, filtern Fehlalarme heraus und bewerten jeden Fund im Kontext Ihrer Umgebung.

  4. 04

    Ausnutzung & Angriffspfade

    Wir nutzen Schwachstellen kontrolliert aus, verketten sie und weisen Lateral Movement und Rechteausweitung nach – so weit, wie es die vereinbarten Spielregeln erlauben.

  5. 05

    Bericht & Abschlussbesprechung

    Sie erhalten eine Management Summary, Befunde mit CVSS-Bewertung, dokumentierte Angriffspfade und priorisierte Maßnahmen. Auf Wunsch stellen wir die Ergebnisse Ihrem Team vor.

  6. 06

    Retest & Prüfbescheinigung

    Haben Sie die Befunde behoben, prüfen wir die betroffenen Schwachstellen kostenlos erneut. Nach Abschluss des Tests erhalten Sie außerdem eine Prüfbescheinigung.

Ihre Vorteile

Darum Rootsektor für Ihren Infrastruktur-Pentest

  • Angriffspfade statt Scannerlisten

    Wir zeigen, wie sich Schwachstellen verketten lassen – und wo Sie den Pfad mit dem geringsten Aufwand unterbrechen.

  • Festpreis nach dem Scoping

    Planbare Kosten ohne versteckte Posten und ohne Nachforderungen für den vereinbarten Umfang – auch bei mehreren Standorten.

  • Kostenloser Retest

    Wir prüfen, ob Ihre Härtungsmaßnahmen wirken, ohne dass dafür neue Kosten entstehen.

  • Prüfbescheinigung

    Ein Nachweis für Kunden, Partner, Versicherer und Auditoren – etwa bei ISO-27001-Audits oder Lieferantenbewertungen.

NETZWERK & INFRASTRUKTUR · INTERN & EXTERN

Ergebnisbericht

Ein Bericht, der Prioritäten setzt

Ein Infrastruktur-Pentest bringt oft eine lange Liste an Funden hervor. Entscheidend ist, was zuerst behoben werden muss. Unser Bericht bewertet jeden Befund nach CVSS und nach seiner Rolle im Angriffspfad und unterscheidet schnelle Sofortmaßnahmen von strukturellen Verbesserungen wie einem Tiering-Modell für administrative Konten.

  • Management Summary für Geschäftsführung und IT-Leitung
  • Befunde mit CVSS-Bewertung, Belegen und betroffenen Systemen
  • Nachvollziehbar dokumentierte Angriffspfade
  • Priorisierte Empfehlungen von der Sofortmaßnahme bis zur strukturellen Härtung
  • Abschlussbesprechung auf Wunsch
  • Kostenloser Retest und Prüfbescheinigung

Wissen Sie, was ein Angreifer in Ihrem Netz sieht?

Ein Pentest liefert die Antwort – mit konkreten Belegen und einem klaren Plan für die nächsten Schritte. Fordern Sie jetzt Ihr Festpreisangebot an.

FAQ

Häufige Fragen zum Netzwerk-Penetrationstest

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: +49 2932 465265-0 oder schreiben Sie an info@rootsektor.de.

Was ist der Unterschied zwischen internem und externem Penetrationstest?

Beide Tests beantworten unterschiedliche Fragen. Der externe Test klärt, ob ein Angreifer aus dem Internet überhaupt einen Einstieg findet – etwa über ein ungepatchtes VPN-Gateway oder einen offenen Remote-Zugang. Der interne Test beginnt dort, wo der externe endet: Er unterstellt einen gelungenen Erstzugriff und zeigt, welche Systeme, Daten und Rechte von dort erreichbar sind – bis hin zur Übernahme des Active Directory.

Brauchen wir beide Tests?

In den meisten Fällen ja. Ein externer Test allein lässt offen, was nach einem erfolgreichen Phishing-Angriff passiert; ein interner Test allein sagt nichts über die Angriffsfläche Ihres Perimeters. Ist das Budget begrenzt, beraten wir Sie, welche Perspektive für Ihre Risikolage zuerst sinnvoll ist.

Was bedeutet „Assumed Breach“?

Bei einem Assumed-Breach-Szenario gehen wir davon aus, dass ein Angreifer bereits einen Fuß in der Tür hat – etwa über einen kompromittierten Laptop oder ein gestohlenes Benutzerkonto. Statt Zeit in den Erstzugriff zu investieren, konzentriert sich der Test auf die Frage, was danach passiert. Das ist realistisch, denn Phishing und gestohlene Zugangsdaten sind gängige Einstiegswege.

Kann ein interner Pentest remote durchgeführt werden?

Ja. Den internen Test führen wir wahlweise vor Ort oder remote durch – per VPN-Zugang oder über ein bereitgestelltes, vorkonfiguriertes Testsystem in Ihrem Netz. Für Segmentierungstests an mehreren Standorten oder in Produktionsumgebungen kann ein Termin vor Ort sinnvoll sein – wir sind in Deutschland und international für Sie im Einsatz.

Ist ein Netzwerk-Pentest dasselbe wie ein Schwachstellenscan?

Nein. Ein Schwachstellenscan findet bekannte Schwachstellen automatisiert und eignet sich für die laufende Überwachung – etwa mit Lösungen unseres Partners Greenbone. Ein Penetrationstest geht weiter: Wir prüfen manuell, ob sich Funde ausnutzen und verketten lassen, und decken Fehlkonfigurationen auf, die kein Scanner erkennt. Mehr dazu bei unserer Schwachstellenanalyse.

Beeinträchtigt der Test unseren Betrieb?

Wir arbeiten kontrolliert und stimmen Testzeitfenster, Ausschlüsse und Ansprechpersonen vorab ab. Auf Denial-of-Service-Tests verzichten wir, sofern sie nicht ausdrücklich vereinbart sind, und riskante Schritte an kritischen Systemen erfolgen nur nach Rücksprache. Für empfindliche Umgebungen wie Produktionsnetze planen wir besonders vorsichtig.

Wie oft sollten wir unser Netzwerk testen lassen?

Wir empfehlen mindestens einen Test pro Jahr sowie zusätzliche Prüfungen nach größeren Änderungen, etwa einer Firewall-Migration, einer neuen VPN-Lösung, Umbauten im Active Directory oder einem Unternehmenszukauf. PCI DSS 4.0.1 etwa verlangt interne und externe Penetrationstests mindestens alle zwölf Monate und nach wesentlichen Änderungen.

Was kostet ein Netzwerk-Penetrationstest?

Der Preis hängt von der Anzahl der IP-Adressen und Standorte, der Größe Ihres Active Directory und der gewünschten Testtiefe ab. Nach dem Scoping erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden (werktags) ein Festpreisangebot – ohne versteckte Kosten und einschließlich eines kostenlosen Retests.

Lassen Sie Ihre Infrastruktur testen

Erzählen Sie uns, welche Standorte, Systeme und Ziele Sie im Blick haben. Wir melden uns für ein unverbindliches Erstgespräch und senden Ihnen nach dem Scoping innerhalb von 24 Stunden (werktags) ein Festpreisangebot.

Mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.

Für Rückfragen oder einen Rückruf

Wir melden uns dazu bei Ihnen und unterzeichnen die Vertraulichkeitsvereinbarung auf Wunsch vor dem ersten Gespräch – gern auch auf Basis Ihrer eigenen Vorlage.

Wir verwenden Ihre Angaben ausschließlich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Bitte senden Sie uns über dieses Formular keine Passwörter oder Zugangsdaten.